Der schlafende Riese

20. November 2009

Als ich noch ins College ging und ein wenig idealistischer war, hatten wir eine Diskussion darüber, ob man wählen gehen sollte oder nicht. Mein Freund meinte, dass es keinen wirklichen Unterschied zwischen den Parteien gebe. Ich hingegen vertrat die Ansicht, dass die eigene Stimme sehr wohl von Bedeutung sei und Einfluss auf die Zukunft des Landes nehmen könne.

Wenn wir uns die USA der Gegenwart ansehen, so stellen wir fest, dass sich nicht viel verändert hat – vor allem wenn wir an die US-Präsidentschaftswahl mit ihren Schlagwörtern “Hoffnung” und “Veränderung” denken. Washington und die Wall Street sind immer noch eng verwoben. Es hat sogar den Anschein, als ob die Megabanken inzwischen die Kontrolle in der Hand haben. Wenn man argumentiert, dass die vorherige Regierung unter dem Einfluss von Exxon und Halliburton stand, dann müssen diese Namen nun gegen J.P. Morgan und Goldman Sachs ausgetauscht werden.

Napoleon soll einmal gesagt haben: “Der Zorn des amerikanischen Volks ist ein schlafender Riese.” – Möge Gott den Banken beistehen, wenn dieser Riese aufwacht!

Mit den besten Grüßen,

Ihr Justice Litle

US-Redakteur Taipan

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