Für wen arbeitet Ben Bernanke wirklich?

21. Dezember 2009

Die Bestätigung der Nominierung Ben Bernankes für eine zweite Amtszeit wirft eine Frage auf: Für wen arbeitet der Präsident der US-Notenbank wirklich? Präsident Obama sagt: „Ben hist ein höchst gefährdetes Finanzsystem mit Ruhe und Weisheit angegangen, mit entschlossener Tatkraft und einem Denken außerhalb der üblichen Schemata.“ Natürlich war von den ernsten Problemen, die von der Fed selbst verursacht wurden und das Finanzsystem erst an den Rand des Zusammenbruchs brachten, keine Rede.

Arbeitet der Präsident der Fed für Kongress und den US-Präsidenten? Nicht direkt. Der Fed-Präsident ist mehr wie ein Richter des Supreme Courts, welcher vom US-Präsidenten ausgewählt wird und vom Kongress überwacht wird. Er ist aber politisch unabhängig. Demnach hätten wir im Fed-Präsidenten neben der Exekutive, der Legislative und der Judikative eine vierte Gewalt.

Vielleicht kann die eingangs gestellte Frage mit einer Frage beantwortet werden. “Wen soll die Fed eigentlich regulieren?“ Es ist ein Paradox des Regierens, dass sich die Regulatoren oftmals im Schwitzkasten der Regulierten wiederfinden. Ein irrer Fall des Stockholm-Syndroms. Wenn eine kleine Elite konstant bevorteilt wird, ist das Resultat selten erfreulich. Eine Tendenz zur Sozialisierung für die Reichen und Kapitalismus für die anderen ist kein Rezept für eine nachhaltige und wachsende Marktwirtschaft.

Mit freundlichen Grüßen,

Justice Litle

US-Redakteur Taipan

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