Zentralbanken, Insiderkäufe und Sie

8. Januar 2010

Einer unserer Leser wies mit Blick auf das Marcus Grading-System auf die Manipulationen der Zentralbanken hin und fragte, wie man bei einer solchen Unsicherheit verfahren solle. Er ist nicht im Unrecht, wenn er zwischen Wall Street und der Fed gewisse dunkle Vereinbarungen vermutet. Bislang gab es von Seiten der Fed zumindest keine Aussage, dass es solche geheimen Abmachungen nicht gibt.

Man kann diese Unsicherheit als weiteren fundamentalen Faktor betrachten. Ein Ölhändler könnte seinem Geschäft kaum nachgehen, wenn er nicht auf geopolitische Faktoren wie eine mögliche militärische Konfrontation mit dem Iran achten würde. Ähnlich verhält es sich beim Goldhandel, der ohne die Beachtung von Käufen und Verkäufen durch die Zentralbanken kaum möglich ist. Warum sollten wir also die Handlungen der Fed, des US-Finanzministeriums und der Konsorten rund um Goldman Sachs nicht als fundamentalen Faktor in unsere Betrachtungen einbeziehen?

Ähnliches gilt für Insideraktivitäten, eindeutig ein fundamentaler Faktor. An dieser Stelle sei nachgeschoben, dass der Begriff “System“ vielleicht etwas zu hoch gegriffen war. Immerhin ist dieses Verfahren nicht erschöpfend. Vielmehr handelt es sich um ein hilfreiches Werkzeug. Wenn man es regelmäßig einsetzt wird es schwerer, etwas wichtiges zu übersehen.

Mit freundlichen Grüßen,

Justice Litle

US-Redakteur Taipan

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