Sind US-Schatzanweisungen ein Kauf?
27. Januar 2010Sollten Sie sich US-Bonds zulegen? Auf den ersten Blick ist das eine ziemlich komische Frage. Immerhin ähnelt Onkel Sam mit jedem Tag mehr dem personifizierten Kreditrisiko. Und dennoch kauft jemand US-Schatzanweisungen in rauen Mengen. Schauen Sie sich einmal diesen Chart des iShares Barclays 7-10 Year Treasury ETF (NYSE: IEF) an.
Ich habe die auffälligen Volumina mit roten Kreisen markiert. Da sich der Kurs des IEF aufwärts bewegt, dürfte es sich dabei um die Aktivitäten höchst motivierter Käufer handeln. Daneben gab es Bericht über mysteriöse Käufer, die direkt an das Finanzministerium herangetreten sind, um enorme Mengen an US-Bonds zu kaufen. Weshalb sollte jemand so etwas tun? Der folgende Chart zeigt den Zinssatz für US-Bonds mit einer Laufzeit von 30 Jahren. Der Zinssatz bewegt sich entgegengesetzt zum Kurs der Bonds.
Diejenigen, die jetzt große Mengen an US-Bonds kaufen, erwarten einen deutlichen Rückgang des Zinssatzes. Das ist plausibel, wenn man sich, wie die Bond-Bullen, noch immer im Griff der Deflation sieht. Sind die Bond-Käufer also verrückt geworden? Schwer zu sagen. Falls sich eine ernstzunehmende Inflation einstellen sollte, haben die Bond-Käufer ein Problem. Ich persönlich würde US-Bonds nicht einmal mit Gummihandschuhen anfassen. Auch wenn die Bond-Bullen auf kurze Sicht möglicherweise Recht behalten.
Mit freundlichen Grüßen,
Justice Litle
US-Redakteur Taipan






