Doji-Formation macht Indien zur Kaufgelegenheit
23. April 2008Die Bombayer Börse (BSE SENSEX) war in den letzten 5 Jahren peppiger als das schärfste Curry. Dennoch schaffte es der Sensex über seinen Kopf hinaus zu wachsen und im Winter dann um 25% zu fallen. Das ist nicht ganz so gravierend wie der schmerzhafte Fall von 50% des Shanghai Index, aber immer noch belastend.
Doch es gibt eine gute Nachricht: Die „Long-Legged-Doji-Formation“ auf dem Chart dieses Monats kündigt eine bevorstehende Trendwende an. Eine Doji-Formation bildet sich am Ende eines Trends, wenn die Verkäufer an Macht verlieren sind und die Käufer das Ruder übernehmen. Im April hatten die Verkäufer noch die Kontrolle. Sie brachten den Markt auf 15.000 Punkte runter bevor die Käufer den Kurs wieder auf den Anfangswert heben konnten. Es zeigt sich also eine Veränderung in der Marktpsychologie und in der Eigendynamik.
Doch das ist nicht der einzige Grund weswegen ich Indien für einen Bullenmarkt halte. Auch der Kuznets-Kreis bestätigt meine Vermutung. Simon Kuznets gewann 1971 den Nobelpreis in Ökonomie. Seine Theorie unterstützt die Idee, dass die Emerging Markets in mitten eines 15 bis 20 jährigen Infrastrukturbooms sind. Der Aufbau schafft Arbeitsplätze, die wiederum generieren Wohlstand, der wiederum schafft eine Nachfrage nach weiterer Infrastruktur. Wir befinden uns momentan im siebten Jahr dieses Zyklusses. Doch das steht auf einem anderen Chart…
Gute Investitionen
Christian DeHaemer
US-Redakteur, Taipan




