Drei mögliche Szenarien
18. Februar 2010Ich frage mich, ob die EU und ihr Euro den Weg jedes Währungsbündnisses gehen. Ich kenne nur ein solches Konstrukt, das in der Moderne Bestand hatte: Den US-Dollar. Er wird dadurch beschützt, dass wir uns in den USA alle in derselben Sprache anlügen. Die Probleme des Euros stärken derzeit den US-Dollar in einer Weise, die selbst die kühnsten Dollar-Falken nicht für möglich gehalten haben. Obwohl das verdammt wichtig wäre weiß niemand von uns, ob und wann der Euro zusammenbrechen wird.
Hier ist ein Chart des S&P 100, in den ich drei Szenarien eingezeichnet habe. Szenario A kopiert den Anstieg und Zusammenbruch der Jahre 1998 bis 2003, während das Szenario B einem ähnlichen Pfad wie in den Jahren 2003 bis 2008 folgt. Szenario C beschreibt die Möglichkeit einer ‚doppelten‘ Rezession. Szenario A halte ich allerdings für ziemlich unwahrscheinlich.
Obwohl ich die unterschiedlichen Szenarien B und C für Planungsziele empfehle, will ich damit auf keinen Fall vage sein. Die beiden Szenarien beschreiben, was mit ziemlicher Sicherheit geschehen wird. Ein Zusammenbruch des Euro würde uns ins Szenario C drücken, während ein mittelfristiges Patt der großen Währungen in Szenario B münden dürfte. Letzteres halte ich auch für das Wahrscheinlichere. Ich reagiere darauf, indem ich mich gegenüber Industrie-, Rohstoff- und Energiewerten long positioniere und die großen Indizes shorte.
Mit freundlichen Grüßen,
Adam Lass
US-Redakteur Taipan





