Makroökonomische Stürme
24. Februar 2010Ich habe mich gestern etwas gewundert, als mein Kollege Kent Lucas über einen S&P 500-Stand von 1.200 Zählern sprach. Nicht dass ich mich über einen Anstieg auf diesen Stand ärgern würde! Wenn man die aktuelle Entwicklung der Unternehmensgewinne extrapoliert, erscheint ein Stand von 1.200 Punkten sogar realistisch.
Aber: Falls wir uns in einer doppelten Rezession befinden, dürfte aus den Unternehmensgewinnen nicht viel werden. Alle Best Case-Szenarien basieren auf der rosigen Annahme, dass sich die kurzfristigen Entwicklungen langfristig fortsetzen werden. Dafür sehe ich jedoch nur wenige Hinweise. Aber natürlich wird es selbst in einer doppelten Rezession genügend Gelegenheiten für Investitionen geben. Ich nenne als Beispiel U.S. Gypsum. In den Jahren 1930 bis 1940 hat dieses Unternehmen seinen Umsatz um 500% und den Gewinn um 2.800% gesteigert.
Anhand von Ford Motor (NYSE: F) können wir gut sehen, welche Probleme auf uns zukommen. Dieses Unternehmen hat sich in der Rezession gut gehalten und sich in den Gewinnbereich zurückgekämpft. Aber Bloomberg zufolge hat Ford Motor seit 2006 47% des nordamerikanischen Personalbestands abgebaut und wird einem Analysten zufolge in den kommenden zwei Jahren vermutlich keine neuen Leute einstellen. Das ist natürlich gut für die Aktionäre. Aber was sagt es uns über die zukünftige Arbeitslosigkeit?
Mit freundlichen Grüßen,
Justice Litle
US-Redakteur Taipan




