Hedge Fonds setzen auf die “gemanagte Malaise“
26. Februar 2010Dem letzten “Hedge Fund Trend Monitor Report“ von Goldman Sachs zufolge befinden sich unter den zehn beliebtesten Aktien in Aktienfonds drei Bankentitel: Bank of America, J.P. Morgan Chase und Wells Fargo. Daneben hat George Soros im vierten Quartal 2009 eine nennenswerte Zahl an Citigroup-Aktien gekauft. Was geht da vor sich?
Das ist ein recht ungewöhnlicher Chart: Er bildet einen Korb von Banken (repräsentiert durch KBE) in Relation zu Gold-Aktien (repräsentiert durch GDX) ab. Der letzte Aufwärtstrend bestätigt etwas, das ich “gemanagte Malaise“ nenne. Es handelt sich dabei um die Erwartung einer anhaltend schwachen US-Wirtschaft und der weiteren Verabreichung der Fed-“Medizin“ in Form einer unseligen Geldpolitik. Vor diesem Hintergrund haben sich Hedge Fonds dazu entschlossen, Bankaktien in großem Maßstab zu kaufen.
Sie erwarten auf absehbare Zeit keine Inflation und gehen davon aus, dass die genannten Banken am Leben bleiben werden. Die toxischen Wertpapiere werden von ihnen nicht mehr als Problem angesehen. Solange die Lage schlecht bleibt (aber nicht zu schlecht) können die Banken ihre Probleme kaschieren und Scheingewinne erzielen.
Mit freundlichen Grüßen,
Justice Litle
US-Redakteur Taipan





