Drei Berichte, eine Schlussfolgerung
11. März 2010Drei der Berichte auf meinem Schreibtisch befassen sich mit der Entwicklung des Benzinpreises in diesem Sommer. Ich verfolge den Benzinpreis, da er einen Einfluss auf die Entwicklung der Wirtschaft hat. Und natürlich, um damit möglichst große Gewinne zu erzielen.
Der erste Bericht sagt für 2010 eine heftige Hurricane-Saison mit 16 bis 18 Stürmen vorher. Obwohl man das natürlich nicht sicher prognostizieren kann, messe ich solchen Vorhersagen Bedeutung bei. Schließlich werden 27% des Erdöls und 15% des Erdgases im Gold von Mexiko gefördert. Sollte sich einer dieser Stürme seinen Weg durch den Golf bahnen, könnte es zu einer Verknappung des Angebots kommen. Aber selbst die Aussicht auf einen Sturm kann schon zu wilden Spekulationen an der Wall Street führen.
Daneben gibt es noch eine etwas konkretere Entwicklung in China: Anscheinend hat das Land eine kritische Schwelle überschritten, da die Ölnachfrage das interne Angebot seit Februar übersteigt. China ist nun ein Nettoimporteur von Rohöl. Wir können uns leicht vorstellen, wie sich das auf die Ölpreise auswirkt.
Weiter geht’s zur OPEC. Die Organisation will in diesem Jahr 880.000 Barrels mehr pro Tag fördern als in 2009, was in etwa einem Produktionsanstieg um 1% entspricht. Im jüngsten OPEC-Bericht wird die Frage aufgeworfen, wie lange die Regierungen ihre Staaten noch mit Öl versorgen können. Auch dies ist ein Zeichen für einen Anstieg der Nachfrage. Die Schlussfolgerung aus diesen Berichten ist, dass der Ölpreis steigen wird. Und damit könnte er uns durchaus in die nächste Rezession reißen.
Mit freundlichen Grüßen,
Adam Lass
US-Redakteur Taipan




