Wie man sich gegen einen Währungszusammenbruch schützt
7. April 2010Unser Leser Mike schrieb kürzlich: „Der Staat Kalifornien ermutigt seine Bürger doch zur Privatinsolvenz. Hauseigentümer haften in Kalifornien nicht persönlich. Wenn die Immobilie also nur noch 50% oder 60% der Hypothek wert ist, kümmert das die Besitzer nicht. Möglicherweise ist die persönliche Bonität der Grund dafür, dass nicht mehr Leute so handeln.“
Ja, dieser Ansicht bin ich auch. Aber die Bonität ist doch heutzutage ohnehin nichts mehr wert. In Washington wird auch unter dieser Prämisse gehandelt. Eines der großen Themen der vergangenen Jahre war der Schuldentransfer vom privaten in den öffentlichen Sektor. Indem die großen Banken gerettet wurden, hat man Billionen US-Dollar der Steuerzahler zum Aufwischen der toxischen Brühe verwendet. Aber selbst Washington hat ein Kredit-Rating zu bewahren. Die USA sind von einem niedrigen Zinsniveau abhängig, damit die Kosten des Schuldendienstes akzeptabel bleiben. Sobald die Schuldenkosten in Relation zu den Staatseinnahmen eine gewisse Relation überschreiten, ist der Staatsbankrott quasi garantiert.
Wie kann man sich als Bewohner eines westlichen Staates gegen eine Währungspleite schützen? Die erste Möglichkeit wäre ein Bankkonto im Ausland, wobei dies eine aufwändige Option ist. Falls die eigene Währung in Gefahr ist, kann man sein Vertrauen in eine stärkere Währung setzen. Möglichkeit Nummer zwei ist ein Investment in American Depositary Receipts, wie z.B. Companhia Siderurgica Nacional (SID:NYSE). Bricht die nationale Währung zusammen, können sich ADRs noch immer recht zufriedenstellend entwickeln. Und drittens besteht natürlich die Möglichkeit, in harte Werte zu investieren. In dieser Hinsicht genießt Gold einen guten Ruf.
Mit freundlichen Grüßen,
Justice Litle
US-Redakteur Taipan




