Harte Assets
12. April 2010In der letzten Woche sprachen wir an dieser Stelle über die sich ausweitenden Schuldenprobleme und wie die westlichen Regierungen damit umgehen. Wenn sich ein Schuldenproblem in der eigenen Währung auftut, dann braucht man letztendlich nichts anderes zu tun als neue Geldscheine drucken zu lassen. Aber wenn es sich um das Problem eines anderen Landes mit einer anderen Währung handelt, dann hat man wirklich Probleme. Das haben wir bereits bei Griechenland, Island und anderen Staaten feststellen müssen.
Wenn Sie sich den CRB-Index unten anschauen, sehen Sie die lediglich mehr oder weniger stabile Entwicklung der Rohstoffe seit Jahresbeginn. Harten Assets hatten kaum Bedeutung.
Im Moment hat man den Eindruck, als ob wir den Wirtschaftsaufschwung umsonst bekommen. Diese Annahme beruht allerdings auf dem beliebten Verhalten, die Rechnungen einfach zu ignorieren. Doch dieser Trick funktioniert nicht auf Dauer. Wenn es um die Schulden des Staates geht, kommt die Zeit, dass die Presse so ausgiebig darüber schreibt, dass man das Problem nicht länger ignorieren kann – und damit gerät auch das Vertrauen in das System ins Wanken. Und genau an jenem Punkt werden Investoren ihren Blick auf harte Assets richten und Edelmetalle in einem ganz neuen Licht sehen. Denn dann handelt es sich bei Gold weniger um ein spekulatives Investment, sondern vielmehr um eine Wertanlage.
Mit den besten Grüßen,
Ihr Justice Litle
US-Redakteur Taipan





