Gutes Geld in einer schlechten Branche
4. Mai 2010Nachdem United Airlines und Continental Airlines in den vergangenen Jahren mit schöner Regelmäßigkeit Verhandlungen führten, steht nun fest, dass es zu einem Zusammenschluss der beiden Gesellschaften kommen wird. Durch die Transaktion wird die weltweit größte Fluggesellschaft mit insgesamt 700 Flugzeugen entstehen. Der Umsatz dürfte dann bei bis zu 30 Mrd. Dollar liegen. Ersten Schätzungen zufolge sind jährliche Einsparungen von 1 Mrd. Dollar bis 1,2 Mrd. Dollar zu erwarten. Die Transaktion macht durchaus Sinn, denn die Alternative wäre, immer mehr Geld zu verlieren. In der Branche ist es unglaublich schwer Geld zu verdienen, daher ist jede Methode, die zu einer höheren Produktivität und zu Einsparungen führt, zu begrüßen. Allerdings sollten wir auch nicht zu optimistisch sein. Seit Ende der 1970-er Jahre sind lediglich zwei von insgesamt 19 Zusammenschlüssen reibungslos verlaufen. Die Unternehmen mussten sich häufig heftigen Gegenwinden stellen, und dies nicht nur von Gewerkschaftsseite.
Unten sehen Sie einen Chart zu der Kursperformance von Fluggesellschaften im Vergleich zum S&P 500.
Während der S&P 500 in den letzten sechs Monaten um 15% zugelegt hat, lag der Zuwachs der Fluggesellschaften in einem Bereich zwischen 50% und 230%. Wenn Sie sich einen langfristigen Chart ansehen, dann werden Sie feststellen, dass es viele Phasen hab, in denen die Aktien von Fluggesellschaften überdurchschnittlich stark zugelegt haben (so wie im Chart oben). Zu anderen Zeiten waren diese Werte deutliche Underperformer. Kurz gesagt: Hier kann sich eine schöne Gelegenheit zum Shorten ergeben, nämlich wenn sich Gewinne in Verluste verwandeln, wenn die Wirtschaft einem Abschwung entgegen sieht oder der Ölpreis beträchtlich ansteigt. Haben Sie also keine Angst vor solchen Branchen. Diese können durchaus gute Renditen bieten!
Mit den besten Grüßen,
Ihr Kent Lucas
US-Redakteur Taipan





