Strafe und Auszahlung eines Vertrauensverlusts

6. Mai 2010

Vertrauen ist alles. Wenn Menschen miteinander in Transaktion treten, muss ein Mindestmaß an Vertrauen vorhanden sein. Zunächst einmal geht es um das grundlegende Vertrauen darin, dass der Handelspartner auch liefern bzw. zahlen wird und einen nicht übers Ohr haut. Vertrauen ist auch für Währungen essentiell. Man muss sich schon sicher sein, dass Geld seinen Wert auch noch am morgigen Tag hat, um es als Zahlungsmittel zu akzeptieren.

Insbesondere Emittenten von Anleihen sind auf Vertrauen angewiesen. Denn niemand mit gesundem Menschenverstand würde einem Unternehmen oder Staat Geld leihen, falls keine Rückzahlung zu erwarten ist. Gerade geht es in der EU darum, welchen Zinssatz man den hilfebedürftigen Euro-Staaten für die Staatshilfen berechnen soll. Dabei besteht das Problem, dass nur wenige Beobachter von einer Rückzahlung der Kredite an Griechenland und Co. ausgehen. Den letzten Vertrauenszusammenbruch großen Ausmaßes haben wir 1997 in Asien erlebt. Wir konnten uns damals in der Überzeugung zurücklehnen, dass der Westen nie in eine ähnliche Situation geraten werde.

Der Vertrauensverlust der Währungen begünstigt Rohstoffe als Wertanlage. Der Goldpreis ist derzeit nicht weit von seinem Allzeithoch entfernt. Auch Silber ist im Wert gestiegen, liegt derzeit aber 18,5% unter seinem Allzeithoch. Die relative Bewertungslücke zwischen Gold und Silber ist in meinen Augen deutlich zu groß. Ich rate dazu, auf Silber zu setzen und empfehle den ETF iShares’ Silver Trust (SLV:NYSEArca).

Mit freundlichen Grüßen,

Adam Lass

US-Redakteur Taipan

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