Der Euro ist dem Untergang geweiht
12. Mai 2010Ich kenne das beste Geschenk für Angela Merkel, Nicolas Sarkozy und Jean-Claude Trichet. Es wäre ein T-Shirt mit der Aufschrift: „I Spent a Trillion Dollars… and All I Got Was This Lousy T-Shirt.”
Europa hat am Wochenende ein Rettungspaket im Umfang von 962 Mio. US-Dollar abgeworfen. Dabei ist die EZB berechtigt, Staatsanleihen direkt am Markt anzukaufen. Frau Merkel zufolge stärkt das Paket die gemeinsame Währung der Europäer. Sie hätte auch versuchen können, den Berliner Reportern die Brooklyn Bridge zu verkaufen. Das ist einfach unwahr.
Im Wesentlichen kauft man sich mit dem Rettungspaket Zeit, und sonst nichts. Die sonstigen Probleme der Eurozone werden damit nicht behoben. Vielmehr wird dadurch alles nur schlimmer:
- Europa leiht sich selbst Geld
- Spanien und Portugal haben nun weniger Anreize, den Gürtel enger zu schnallen
- Es gibt weiterhin hohe Arbeitslosigkeit und geringes Wirtschaftswachstum
- Griechenland steht noch immer vor der Pleite
- Die Glaubwürdigkeit der EZB ist dahin
Man kann eine hohe Verschuldung nicht mit weiterer Verschuldung abbauen. Man muss vielmehr sparen und die Schulden wirklich abbauen. Das Wirtschaftswachstum der Europäer würde von einem starken Export profitieren, wofür ein günstiger Euro nötig ist. Durch eine Abwertung des Euros würde gleichzeitig die Schuldenlast verringert. Am Ende ist Europa ohne den Euro vielleicht besser dran.
Mit den besten Grüßen,
Justice Litle
US-Redakteur Taipan




