Während das Vertrauen in die Währungen abnimmt steigt der Goldpreis

14. Mai 2010

Keynesianische Volkswirte glauben, dass staatliches Eingreifen der Schlüssel zur Heilung der Krankheiten des privaten Sektors ist. Im Zweifelsfall sollte man gefährdete Staaten und Unternehmen retten, so ihre Argumentation. Aber das ist nur die eine Seite der Medaille. Echte Keynesianer sagen auch, dass in guten Zeiten gespart werden muss, um die schlechten Zeiten zu finanzieren. Und genau das ist in den letzten Jahrzehnten nicht getan worden.

Nach der Implosion des europäischen Schuldenregimes ist vermutlich Japan als nächstes dran. Man kann nicht in alle Ewigkeit Schulden anhäufen. Als Zeichen dessen, was wir zu erwarten haben, ist der Goldpreis in den letzten Wochen enorm gestiegen. Edelmetalle werden den Händlern derzeit förmlich aus der Hand gerissen.

Die Kritiker des Goldes sagen: „Was ist Gold schon wert? Am Ende wird man Gold nicht essen können!“ Da haben sie wohl Recht. Aber was das angeht haben fast alle Papierwährungen bewiesen, dass sie noch weniger als nichts wert sind. Der entscheidende Unterschied ist, dass Gold nicht einfach mit der Notenpresse hergestellt werden kann. Man ist nicht vom Emittenten des Goldes abhängig. Und das zählt derzeit ungemein viel.

Mit freundlichen Grüßen,

Justice Litle

US-Redakteur Taipan

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