Buy-Ratings für BP: Die Wall Street ist verrückt

28. Mai 2010

Fast alle Wall Street-Analysten scheinen verrückt zu sein. Oder sie sind Dummköpfe. Am Mittwoch gab es laut Wall Street Journal 34 buy-Ratings für die BP-Aktie, während lediglich ein Analyst zum Verkauf riet!

Sehen wir für einen Moment von der Idiotie ab, eine Aktie mit einem solchen politischen Risiko zum Kauf zu empfehlen. Selbst wenn die Wahrscheinlichkeit einer Kurshalbierung nur ein Sechstel betragen würde, könnte ich nicht zum Kauf raten. Das wäre noch immer Russisches Roulette. Aber in diesem Fall ist die Situation noch schlimmer. Falls sich BP nach dem Ende dieser Katastrophe nicht Kosten im Milliardenbereich gegenübersehen sollte, fresse ich einen Besen.

Falls die Operation „Top Kill“ scheitern sollte, ist die BP-Aktie totes Geld. Es gibt Schätzungen, nach denen das Ölfeld rund 9.000 Tag zum Leerlaufen brauchen würde. Aber selbst im Falle eines Erfolgs fangen die Probleme für BP erst an. Die Anwälte stehen bereits in den Startlöchern, um BP ins Jenseits zu klagen. Das Unternehmen hat Chemikalien verwendet, um das Öl zu zersetzen. Es gibt bereits jetzt Berichte von gesundheitlichen Problemen in denjenigen Gebieten, in denen „Corexit“ eingesetzt wurde. Ich wüsste wirklich gerne, welche Substanzen die betreffenden Analysten zu sich nehmen…

Mit freundlichen Grüßen,

Justice Litle

US-Redakteur Taipan

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