Wall Street im Phantasieland

3. Juni 2010

Die Propagandamaschine der Wall Street und Washingtons tut ihr Bestes um die Investoren davon zu überzeugen, dass sie bei einem Einstieg in den aktuellen Markt kein Risiko eingehen. Das ist falsch und hinterhältig.

In kurzen Abständen fragt Bloomberg die Strategen der großen Banken, wo sie den S&P 500 am Ende des Jahres sehen. Unglücklicherweise sind die Befragten wenig mehr als eine Maklertruppe für die Produkte, die ihre Chefs verzweifelt loswerden wollen. Am 04. Januar wurde noch ein vergleichsweise bescheidener Anstieg um 10% bis Jahresende prognostiziert. (Seitdem hat der S&P 500 tatsächlich so viel zugelegt.) Aber die Prognose wurde vor dem BP-Desaster, vor der Griechenland-Krise und vor dem Fat Finger Trade abgegeben.

Aber all das beeindruckt unsere Freunde an der Wall Street nicht. Inzwischen sehen sie auf Jahressicht eine Zunahme des Indexstands um 13% und rechnen auf Sicht der nächsten zwölf Monate mit einem Anstieg um 27%. Aber das Durchstoßen der 200-Tageslinie nach unten deutet an, dass es eher um 13% bis 27% nach unten gehen wird.

Mit freundlichen Grüßen,

Adam Lass

US-Redakteur Taipan

Diesen Artikel weiterempfehlen ... Diesen Artikel weiterempfehlen ...

Einen Kommentar schreiben