Die Achse des Irrtums
8. Juni 2010Manchmal kann man so richtig unruhig werden, wenn man über die Informationspolitik der US-Regierung und der Wall Street, die ich gerne die “Achse des Irrtums” nenne, nachdenkt. Traurige Berühmtheit erlange das jüngste Beispiel um BP.
BP wird seine loyalen Aktionäre wohl mit einer milliardenschweren Dividende belohnen und rund 100 Millionen Dollar in eine PR-Aktion investieren, um das eigene Image zu retten. Dabei weiß der Konzern genau, dass er sich wahrscheinlich noch bis in die nächste Generation hinein mit Gerichtsprozessen wegen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko konfrontiert sehen wird.
Die Wall Street hat unterdessen nichts anderes zu tun, als die Bemühungen des Konzerns beim Schließen des Öllecks zu loben. Dabei ist es offensichtlich, dass die Aktionäre über kurz oder lang die Rechnung für die Reinigungsarbeiten zahlen werden – wenn die Rechnung den Konzern nicht schon vorher in den Bankrott getrieben hat.
Letztendlich hat man die Wahl: Man nickt brav alles ab, was einem die US-Regierung und die Wall Street erzählen, oder man wagt einen Blick hinter den Vorhang und gewinnt einen ersten Eindruck davon, was uns als nächstes bevorsteht…
Mit den besten Grüßen,
Ihr Adam Lass
US-Redakteur Taipan




