Obama hat keine Ahnung von Strategie

16. Juni 2010

Barack Obama erweist sich immer wieder als neuer Jimmy Carter. Wie auch der ehemalige Erdnussproduzent ist auch Obama ein fürchterlicher Pokerspieler. Mit Blick auf die Deepwater-Katastrophe sagen seine Advokaten, sie sei nicht seine Schuld gewesen.  Die regulatorischen Probleme seien das Erbe der Bush-Regierung. Das ist richtig, ändert aber nichts an meinem Argument: Welche Karten Obama auch immer zugeteilt bekam, er hat sie bislang sehr schlecht gespielt.

Kürzlich hat er die Katastrophe mit den 9/11-Anschlägen verglichen. Während die Außenpolitik der USA von den Anschlägen geprägt worden sei, so werde die Umwelt- und Energiepolitik der USA künftig von der Ölpest bestimmt. Wie um alles auf der Welt konnte Obama Bezug auf die 9/11-Anschläge nehmen? Immerhin war die Reaktion der USA auf die Attacke eine Serie tragikomischer Fehler. Nun stürzen sich die Medien auf seinen Fauxpas.

Der Präsident hat bislang beängstigende Schwäche und Fehleinschätzungen gezeigt. Abgesehen von der Ölpest haben die USA mit ihrer Fiskalkrise überwältigende Probleme zu lösen. Es ist traurig, aber die US-Regierung scheint überfordert zu sein.

Mit den besten Grüßen,

Justice Litle

US-Redakteur Taipan

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