Die falsche Insolvenz
24. Juni 2010Ich habe immer einige Aktien auf dem Schirm, die als ‚Leithammel‘ fungieren. Dazu zählt auch der Chart von Monster Worldwide (NYSE: MWW), der im Sekundentakt aktualisiert die Lage auf dem Arbeitsmarkt anzeigt. Das ist sicher besser als die frisierten Statistiken aus Washington.
Ein weiterer solcher Wert ist die Aktie des Papierkonzerns Weyerhaeuser (NYSE: WY). Das Verpackungsgeschäft des Unternehmens ist ein gutes Barometer für die Lage im Einzelhandelssektor. Darüber hinaus verkauft das Unternehmen Baumaterialien für den Immobilienmarkt.
Die Aktie von FedEx (NYSE: FDX) ist ein Pegelmesser sowohl für Einzelhandel als auch für die Industrie. Als meine Suchmaschine eine alarmierende Schlagzeile zu FedEx ausspuckte, klickte ich also mit Interesse auf den Link. In einem Forum wurde sich darüber ausgelassen, irgendjemand verbreite Insolvenzgerüchte über FedEx. Ich erschrak: Dieser Scherzkeks war anscheinend ich! Anscheinend wird meine Kolumne an anderer Stelle weiterveröffentlicht, wobei leider entscheidende Stellen herausgestrichen werden. Dabei sei hier einmal deutlich gemacht: Ich habe nicht gesagt, wollte nicht unterstellen und glaube auch nicht, dass FedEx Insolvenz anmelden muss.
Dennoch steht das Unternehmen vor Problemen. Die aktuelle Gewinnprognose von FedEx basiert auf einem Szenario, in dem der Umsatz, nicht jedoch die Kosten steigen. Und wie gesagt: FedEx ist auch ein Indikator für den Einzelhandel, der derzeit ebenfalls vor großen Problemen steht.
Mit freundlichen Grüßen,
Adam Lass
US-Redakteur Taipan




