Alternative Energien in Zeiten der Ölpest
1. Juli 2010
Wie viele Arbeiten von BP im Golf von Mexiko sind bereits gescheitert? So ziemlich alles, was BP bisher zur Eindämmung der Ölpest unternommen hat, ist daneben gegangen. Es ist ein Unglück epischen Ausmaßes. Und das sowohl in ökonomischer als auch ökologischer Hinsicht. Das gesamte förderbare Öl im Macondo-Ölfeld, in dem BP gearbeitet hat, soll einen Marktwert von 3,75 Milliarden US-Dollar gehabt haben. Und nun bleibt BP nichts anderes übrig, als vielleicht mehrere hundert Milliarden von US-Dollar auszugeben, um die Sache wieder in Ordnung zu bringen.
Die Tiefseebohrungen wurden auch vorgenommen, um die Versorgung der USA sicherzustellen. Wären Tiefseebohrungen nicht erlaubt worden, hätten die USA ihr Öl zu einem höheren Preis im Ausland besorgen müssen. Und dies bei Ländern, die nicht unbedingt zu unseren besten Freunden zählen.
Seit der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko rücken Investments im Bereich der alternativen Energien immer mehr in den Fokus der Anleger. In diesem Bereich sollten Sie allerdings wie Buffett denken, nämlich in Jahren oder Jahrzehnten. Werte im Bereich der alternativen Energien sind längst kein Geheimtipp mehr. Bei einem Investment sollten Sie auch hier nicht die Katze im Sack kaufen, sondern jedes einzelne Unternehmen einer genauen Überprüfung unterziehen. Und behalten Sie dabei stets den Ölpreis im Auge. Die Tatsache, dass der Ölpreis trotz des Unglücks im Golf von Mexiko keine Höchststände erreicht, liegt an der weltweiten Wirtschaftslage. Sobald sich allerdings eine Erholung abzeichnet, wird der Ölpreis wieder steigen. Und je höher der Ölpreis steigt, desto attraktiver erscheinen Investments in alternative Energien. Eine kleine Renaissance der alternativen Energien werden wir BP also zu verdanken haben.
Investieren Sie weise,
Ihre Sara Nunnally
US-Redakteurin Taipan




