Die Konsolidierung läuft

12. August 2005

 

Wie von uns letzte Woche angesprochen, hat der TecDAX nun in der Tat seine Konsolidierung fortgesetzt. Dabei wurde das Abwärtspotenzial zu unserem ersten Korrekturziel bei 580 Punkten fast völlig ausgeschöpft. Weiterhin offen ist allerdings das alte Gap (Kurslücke) im Bereich von 565 Punkten. Fällt die Unterstützung dürfte es nur eine Frage von Tagen sein, bis der TecDAX in diesen Bereich zurückkommt. Darunter liegt die nächste Auffanglinie bei 550 Punkten.

 

Erstes Korrekturpotenzial ausgeschöpft

Die magische Frage lautet: Was macht der Ölpreis? Die Börsen wollen nach oben, das ist gar keine Frage. Und das gilt besonders für den deutschen Markt, der im internationalen Vergleich günstig bewertet ist. Wir hören, dass immer mehr internationale Anleger auf deutsche Aktien aufmerksam werden. Dabei haben die Kurssteigerungen der letzten Monate schon einen Hype-Charakter. Es muss Ihnen klar sein: Wenn das Bundesverfassungsgericht die Neuwahlen als gesetzeswidrig ablehnt, dürfte das im DAX zu einem schnellen Minus von gut 200 Punkten führen. Derzeit werden Nachrichten nur noch selektiv wahrgenommen, nämlich nur solche Meldungen, die ins bullische Gesamtbild passen. Das mahnt zur Vorsicht. Zudem kann der Ölpreis das alles ändern. Wenn er weiter ansteigt wird der Punkt kommen, an dem die Märkte einbrechen werden.

 

Technische Indikatoren zeigen nach Süden

Erste Anzeichen zeigen sich im TecDAX in der technischen Analyse. Die kurzfristig ausgerichteten Indikatoren weisen klare Abwärtstrends auf, die noch viel Luft nach unten haben. Noch interessanter: Einige Trendfolgeindikatoren, wie der MACD beginnen langsam nach unten zu drehen. Noch ist der übergeordnete Trend einwandfrei intakt. Aber es ziehen zumindest erste dunkele Wolken am Sonnenhimmel auf. Dazu passt, dass sich die Bollinger-Bänder im TecDAX verengen, was auf einen kommenden Ausbruch hinweist. Nur in welche Richtung, dass ist die Frage. Derzeit favorisieren die technischen Indikatoren und das Gesamtmarktumfeld (hoher Ölpreis und die schwachen Börsenmonate August und September) den Süden. Es bleibt daher bei dem was wir schon letzte Woche schrieben: „Dies ist nicht die Zeit für übermütige Heldentaten und ein wildes Empfehlungsfeuerwerk.“ Wir werden versuchen, autarke Einzelstories zu finden, die wir traden können. Aber wenn das nicht der Fall ist, werden wir in dieser Marktphase kein unnötiges Risiko eingehen.

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