Euro setzt Rallye fort

12. August 2005

 

Die Rallye im Euro geht in eine neue Partyrunde. Wer hat noch Sekt? Wer will noch einen Cocktail? Die europäische Einheitswährung ist in Feierlaune. Hoch interessant ist dabei, dass die steigenden Kurse immer wieder in Schüben erfolgen und nicht in einem kontinuierlichen Anstieg. Schauen wir uns nur den letzten Kursprung an: Die ganze Woche hatte der Euro mächtigen Respekt vor der Marke von 1,240 US$. Das konnte nicht verwundern. Aber als die Marke dann fiel, schoss der Euro wie von der Tarantel gestochen auf 1,247 US$ nach oben.

 

Short-Squeeze fördert Anstieg

Der Grund dafür sind die Short-Squeeze der Euro-Bären. Die Situation ist immer die Gleiche und verläuft wie folgt: Die Short-Seller, die auf einen fallenden Euro gesetzt haben, versuchen Widerstandsmarke des Euro, wie bei 1,240 US$, mit allen Kräften zu verteidigen. Denn wenn diese Marke nachhaltig fällt, geht der Short-Squeeze in eine weitere Runde und endet mit weiteren horrenden Verlusten für die Euro-Bären. Um diese Widerstandslinien zu halten, müssen Sie aber noch mehr Euro verkaufen bzw. US$ kaufen. Sie vergrößern ihre Schieflage also noch weiter. Das bedeutet, dass irgendwann eine Schmerzgrenze erreicht ist, und dann geben die Bären auf. Die Widerstandslinie fällt und dann heißt es nur noch: Rette sich wer kann.

 

Widerstand bei 1,240 US$ gebrochen

Wie grundlegend sich die Stimmung nun wieder zu Gunsten des Euro gedreht hat, sehen Sie an der völlig ausgebliebenen Korrektur. Sie erinnern sich, dass wir an dieser Stelle schrieben: „Der Euro kann jederzeit bis auf 1,2275 US$ zurückfallen.“ Das wäre nicht einmal ungewöhnlich gewesen, doch der Euro hat nicht einmal mehr ansatzweise unter die Marke von 1,230 US$ geguckt. Mit dem erneuten Anstiegsschub über 1,240 US$ verbessert sich die Situation für die Euro-Bullen noch weiter. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis der Euro bei 1,25 US$ ankommt. Fällt diese Marke rückt sofort die runde Zahl von 1,1260 US$ ins Blickfeld.

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