Stürmische Zeiten

19. Juli 2010

 

Timothy Hayes beschreibt den Markt in seinem Buch "The Research Driven Investor" als einen gigantischen Berg. Es gibt Investoren, die diesen Berg von unten betrachten und wie Bergsteiger ihre Reise am Fuße des Berges beginnen. Diese Investoren haben vor allem die nächste Felsformation vor Augen, die es zu bewältigen gilt. Dann wiederum gibt es Investoren, die noch weit über dem Gipfel des Berges ansetzen. Aus dieser Perspektive ergibt sich weniger der nahe Blick auf das Detail, sondern vielmehr der Blick auf das große Ganze.

In unserer aktuellen Situation können Investoren, die den Berg von unten erklimmen und ihren Fokus auf die Details richten, ziemlich optimistisch sein. Denn in diesem Fall sehen sie beispielsweise die guten Quartalszahlen, die Intel jüngst vorgelegt hat. Jenen Investoren, die von oben auf das Ganze herabschauen, bietet sich hingegen ein düsteres Bild.

Man muss sich also nicht fragen, warum sich manche Leute noch wundern, warum die Stimmung am Markt so schlecht ist, obwohl die Quartalszahlen der aktuellen Berichtssaison bisher stark ausgefallen sind. Denn es handelt sich bei diesen erstaunten Personen um genau jene Menschen, die nicht das große Ganze im Blick haben. Angesichts der anhaltend schwachen Konsumausgaben und der weiterhin prekären Lage der Banken in den USA und vor allem in Europa sollten sich Investoren, die ihre Reise am Fuße des Berges beginnen, auf stürmische Zeiten gefasst machen.

Mit den besten Grüßen,

Ihr Justice Litle

US-Redakteur Taipan

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