Gründe für den Verkauf Chinas, Teil 1
21. Juli 2010Vor einigen Monaten haben wir uns drei große chinesische ETFs angesehen. Heute ist das fundamentale und technische Bild für alle drei Wertpapiere trüb. Dieser Chart bildet den populärsten der drei ETFs ab, den Xinhua China 25 (NYSE: FXI):
Der Xinhua China 25 hat mit der rot eingezeichneten 200-Tageslinie zu kämpfen. Nach einer starken Aufwärtsbewegung im Juni hat das Glück den FXI schnell verlassen. Ein Bruch des Widerstands bei 38,50 Dollar könnte nun zu einem weiteren Abrutschen führen. Und dafür gibt es auf fundamentaler Seite gute Gründe.
China ist in jeder Hinsicht ein Land der Superlative. Ebenso groß wie das Wirtschaftswachstum sind auch die Probleme des Landes. Man sorgt sich dort um das verrottende Bankensystem. Es ist keine Übertreibung zu sagen, dass China dieselben Fehler macht wie Europa und die USA. Fitch zufolge sind chinesische Banken zunehmen in Transaktionen verwickelt, welche mit unbekannten Variablen arbeiten. Der Fluss vieler Milliarden Dollar werde dort verschleiert, sodass möglicherweise eine anrollende Welle fauler Immobilien- und Infrastrukturkredite losgetreten werde. Klingt bekannt, oder?
Wenn nur die chinesischen Banken Sorgen bereiten würden, hätten die Bullen ein stabiles Standbein. Das Problem ist aber, dass die windigen Banken nur die Spitze des Eisberges sind. Die makroökonomischen Probleme im Immobilien- und Arbeitsmarkt sind wesentlich besorgniserregender. Darüber werde ich im nächsten Teil dieser Ausgabe schreiben.
Mit freundlichen Grüßen,
Justice Litle





