Zu groß, um sie ins Gefängnis zu werfen
4. August 2010Wie wir die Mega-Banken lieben! Aber manchen reicht es einfach nicht, das Finanzsystem auszuplündern, sie müssen auch noch den Drogenkrieg in Mexiko anheizen. Wie das Magazin "Bloomberg Markets" in seiner letzten Ausgabe berichtete, wurden in einem Flugzeug 128 Koffer mit 5,7 Tonnen Kokain gefunden. Damit ist die Geschichte natürlich noch nicht zu Ende, denn die Schmuggler haben das Flugzeug mit Geld bezahlt, das von Wachovia und der Bank of America gewaschen wurde. Dem Magazin zufolge handelt es sich dabei nicht um einen Einzelfall. Das Rauschgiftgeschäft ist in den USA ein wirklich großes Geschäft. Die Drogenkartelle verfügen in 231 verschiedenen US-Städten über ein Netzwerk an Dealern, die jährlich rund 39 Milliarden US-Dollar Umsatz generieren. Die Liste der Banken mit fragwürdigen Kontakten zu Drogenhändlern liest sich wie ein Who's who: HSBC Holding, Citigroup, Banco Santander, Western Union…. Und wahrscheinlich sind dies nicht die einzigen.
Als wir in Zeiten der beginnenden Finanzkrise von Banken gesprochen haben, die zu groß zum Scheitern sind, dann gibt es nun wohl auch Banken, die zu groß sind, um sie wegen solcher Geschäfte verurteilen zu können. Eine kleine Geldstrafe ändert an diesem Gebaren nichts. Die Banken werden hierdurch eher noch zu solchen Geschäften ermutigt. Wir sollten dabei nicht vergessen, dass die Zahl der Personen, die im mexikanischen Drogenkrieg ums Leben kommen, stetig steigt. Mexiko ist auf dem Weg, sich in einen gescheiterten Staat zu verwandeln. Egal, wohin man blickt, die USA sind dabei, an ihrer eigenen Ignoranz zu ersticken. Und nicht zuletzt sind die USA dafür mitverantwortlich, dass sich das einst aufstrebende Nachbarland in eine blutige Dritte Welt-Hölle verwandelt.
Mit den besten Grüßen,
Ihr Justice Litle
US-Redakteur Taipan




