Lang leben die Konjunkturprogramme!
10. August 2010Woher weiß man, dass eine Idee gescheitert ist? Präsident Obama reist gerade durch die USA und lobt den Erfolg seines Konjunkturprogramms. Als Beleg des Erfolgs führt er jene Beschäftigten an, die ihren Job noch nicht verloren haben. Dummerweise ignoriert die Wirtschaft die Rhetorik aus Washington. Wir wissen inzwischen, dass das Konjunkturprogramm gescheitert ist. Aber ist es auch tot?
Genau in diesem Augenblick sitzen in Washington die Mitglieder des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC) zusammen. Es hat schon die Runde gemacht, dass man im Ausschuss der Ansicht ist, dass die Wirtschaft weitaus schlechter dran ist, als man dies zuvor zugegeben hat. Der Vorschlag lautet natürlich: Weitere Konjunkturprogramme!
Da sich die Zinsen sowieso schon bei rund Null bewegen, könnte die Fed noch ein paar weitere Dollar aus der ohnehin schon dünnen Luft filtern. Diese erfundenen Dollar könnte man dann direkt in die Venen der Wall Street spritzen, damit die Aktienblase noch ein wenig mehr anwächst. Ist diese Idee schon jetzt gescheitert? Washington ist offenbar der Ansicht, diese tote Idee in einem neuen Paket verpacken zu können. Und uns bleibt nur noch die Frage: Wer ist der nächste, der seinen Job verliert, während der Boss auf seine großen Erfolge verweist?
Mit den besten Grüßen,
Ihr Adam Lass
US-Redakteur Taipan




