Pensionskassen und Gewalt
11. August 2010Diane Cunningham aus Colorado Springs ist nicht länger im Besitz eines Fernsehers. Sie hat ihn verkauft, um sich eine Schrotflinte zulegen zu können. Die Stadt hat im Winter ein Drittel ihrer Straßenlampen stillgelegt um 12 Mio. US-Dollar einzusparen. Kurz darauf wurde Frau Cunninghams Viertel von Einbrechern und Vandalen heimgesucht. Aus anderen Städten gibt es ähnliche Meldungen. Insbesondere dann, wenn die Sparmaßnahmen Polizei und Feuerwehr betreffen.
Im Gegensatz zur Bundesregierung dürfen die meisten US-Staaten und US-Gemeinden keine Defizite generieren. Wenn das Geld verbraucht ist, ist es also verbraucht. Daher werden viele US-Gebietskörperschaften ernsthafte Probleme bekommen, wenn sich die impliziten Schulden in Form von Pensionsversprechungen materialisieren. Die US-Bürger müssen sich darauf einstellen, dass viele Dienstleistungen der öffentlichen Hand eingestellt werden.
Nicht nur in den USA sind defizitäre Pensionskassen ein Problem: Der U.K. Telegraph schätzt, dass sich die Pensionsverbindlichkeiten des Staates auf 770 Mrd. Britische Pfund belaufen. In der Folge dürfte sich die Reaktionszeit von Polizei und Feuerwehr in städtischen Gebieten deutlich verschlechtern. Im Extremfall kommt der US-Amerikaner dann zu dem Schluss, dass er sich lieber eine Schusswaffe zulegen sollte. Aus fiskalischer Sicht müssen sich viele US-Bundesstaaten auf die de facto-Insolvenz einstellen.
Mit den besten Grüßen,
Justice Litle




