Der wahre Meister der Fed
13. August 2010Ich wünsche Ihnen einen guten Freitag den dreizehnten. Ben Bernanke hatte seine Portion Pech sicherlich schon unter der Woche. Die sorgfältig geplanten Maßnahmen der Fed wurden durch unerfreuliche Wirtschaftsberichte aus aller Welt überschattet. In China und Großbritannien nimmt das Wirtschaftswachstum ab. Irland hat erneut Probleme mit der Staatsverschuldung. Ähnlich ergeht es Japan. Und am schlimmsten ist möglicherweise, dass das Handelsdefizit der USA auf einen Misserfolg der Konjunktur hindeutet.
Als die Fed 1913 auf Jekyll Island gegründet wurde, befand sich ein Viertel des Weltvermögens in dem entsprechenden Raum. Man kann bedenkenlos annehmen, dass die Gründer der Fed nicht bloß von Gutmenschentum motiviert waren. Ähnlich ist es heute: Die Fed hat es geschafft, sich völlig unabdingbar zu machen. Auf diese Weise ist sie in der Lage zu entscheiden, wohin der Weg führen soll. Es geht in erster Linie darum, den Interessen der Banken zu dienen. Im dieses Arrangement langfristig zu sichern, haben sich die Banken wie ein Parasit im US-Finanzsystem festgesetzt. Sie sind nun ‚systemisch wichtig‘ und können daher nicht fallengelassen werden.
Wir können dagegen nicht allzu viel tun, aber wir können auf diese Verstrickungen zumindest hinweisen. Vielleicht ist es möglich eine kritische Masse zu erreichen, um den Mann auf der Straße aus seinem Schlummer zu erwecken und eines Tages eine Änderung herbeizuführen.
Mit freundlichen Grüßen,
Justice Litle




