Noch mehr Konjunkturpakete?

1. September 2010

Das größte Problem der US-Wirtschaft ist die Arbeitslosigkeit. Die Gründe für die hohe Arbeitslosenzahl sind vielfältig, aber eines ist klar: Viele verlangen nach weiteren Konjunkturprogrammen. Sie gehen davon aus, dass hierdurch mehr Jobs geschaffen werden. Bei der Forderung nach weiteren Konjunkturpaketen gibt es aber eine Schwachstelle. Sie basiert auf der Annahme, dass die Arbeitslosigkeit ein Problem ist, das die US-Regierung allein durch ihren fiskalischen Willen in den Griff bekommen kann.

Nach meiner Ansicht werden Konjunkturprogramme bei den Problemen auf dem Arbeitsmarkt nicht helfen. In der letzten Ausgabe des "Economist" ist ein sehr interessanter Artikel mit dem Titel "Bad Circulation" erschienen. In diesem wird unter anderem auf das Problem auf dem Arbeitsmarkt hingewiesen, dass viele Arbeitsuchende nicht über jene Fähigkeiten verfügen, die ihre potenziellen Arbeitgeber verlangen.

Wenn Sie sich den oben stehenden Chart anschauen, dann sehen Sie, dass die drei wichtigen Bereiche Bau, Finanzen und Einzelhandel gemeinsam für über 22 Prozent der Jobs in den USA verantwortlich sind. Und was haben diese drei Sektoren gemeinsam? Sie wurden alle von dem Platzen der Immobilienblase und dem Rückgang der Konsumausgaben am härtesten getroffen. Kurz gesagt: Billiges Geld kann uns aus dieser Situation nicht retten. Weitere Konjunkturpakete würden vielmehr Gold und auch Goldaktien auf die Sprünge helfen, die von der Flucht in den sicheren Hafen profitieren.

Mit den besten Grüßen,

Ihr Justice Litle

US-Redakteur Taipan

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