Staatsausgaben gleich Inflation?

8. September 2010

Die Debatte um Hyperinflation hat so viele Facetten. Ich habe mit Absicht einen Gemeinplatz (dass Fiat-Währungen keinen Wert haben) in Frage gestellt, um die Diskussion anzuregen. Angesichts der vielen Leserzuschriften scheint es funktioniert zu haben. Ich habe nicht gesagt, dass Hyperinflation unmöglich ist. Ich denke nur, dass sie aus historischen Gründen höchst unwahrscheinlich ist.

Hier ein weiteres Gedankenfragment: Es wird viel darüber gestritten, wer oder was die Große Depression in den USA der 30er Jahre beendet hat. War es Roosevelt mit seinem aggressiven New Deal? War es der Beginn des Zweiten Weltkriegs? Der Schuldenstand der USA ist während Roosevelts Amtszeit enorm gestiegen. Beträchtliche Staatsausgaben gekoppelt mit einer Aufblähung des Militärs müssten doch eigentlich in einer Inflation enden.

Aber nein, die Inflation trat erst 30 Jahre später nach der Großen Depression und 20 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg ein. Wie erklärt man sich, dass die inflationären Effekte dieser Staatstätigkeit erst 20 bis 30 Jahre danach eintraten? Oder vielleicht auch überhaupt nicht? Wie ich bereits meinte: Die Inflation ist wirklich ein Rubik-Würfel…

Mit den besten Grüßen,

Justice Litle

US-Redakteur Taipan

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