Nach dem Börsenkrimi um die 104%-Vogelgrippe- Aktie kommt jetzt der Börsenkrimi um amerikanische Ethanol-Werte
13. April 2006Vielleicht geht es Ihnen genauso. Jedenfalls bin ich froh, dass ich jetzt für ein paar Tage nichts mehr mit Börse zu tun habe. Denn nach den letzten beiden Börsenkrimis freue ich mich darauf, ein wenig Luft zu holen. Nehmen Sie zunächst den Börsenkrimi um die Vogelgrippe-Aktie Cel-Sci, mit der eine ganze Reihe von Lesern des Wall Street Radars innerhalb von 24 Stunden zwischen 70% und 100% verdient haben – wie Sie wissen, hatten wir unser Limit um lächerliche 2 Cents verpasst, weshalb dieser Trade auch nicht in die Performance-Berechnung aufgenommen wird. Und jetzt der absolute Börsenkrimi um Ethanol- Werte in den USA.
Mini-Biodiesel-Anbieter verdreifacht sich innerhalb 3 Tagen
Auch der Mini-Biodiesel-Anbieter O2Diesel hat in den letzten Tagen einen Kursverlauf hingelegt, bei dem jede Achterbahnfahrt wie eine lahmer Sonntagsspaziergang aussieht. Von 0,88 US$ im Tief bis auf 2,97 US$ im Tageshoch – heftiger geht es wirklich nicht. Doch das Problem ist: Wo soll man dort sinnvoll ein Kauflimit setzen? Das kann seriös eigentlich keiner beurteilen. Fakt ist, dass sich endgültig bestätigt hat, dass die USA vor einer Energiewende stehen. Was in Europa vielen verborgen geblieben ist, hat US- Präsident Bush in seiner Rede zur Lage der Nation vor einigen Wochen angekündigt: Die USA werden den Bereich alternative Energien in den nächsten Jahren mit massiven milliardenschweren Programmen fördern.
Alternative Antriebsstoffe haben in den USA jetzt höchste Priorität
Und dies hat höchste Priorität. Zitat US-Präsident Bush: „Aus Gründen der wirtschaftlichen und nationalen Sicherheit müssen wir unsere Abhängigkeit von ausländischen Energiequellen reduzieren.“ Nehmen Sie als Beispiel dafür nur eine Zahl: Zurzeit geben die USA mehr als eine halbe Milliarde US$ für importiertes Öl aus – pro Tag! Und, so heißt es in der President’s Energy Vision: „Wir sind zunehmend besorgt über die Anfälligkeit des Stromnetzes und des Pipelinesystems, sowohl wegen ungewollter als auch beabsichtigter Störungen.“
Milliarden-Programm der US-Regierung
Ganz oben auf der Liste der Förderprogramme stehen alternative Antriebsstoffe für Fahrzeuge. Man kann den USA ja viel – auch zurecht – vorwerfen. Doch eins wird in Europa fundamental unterschätzt: Wenn die USA von einer Sache überzeugt sind, dann wird das konsequent mit Geld und Menpower umgesetzt. In Deutschland wird dagegen vieles einfach zerredet.
US-Verteidigungsministerium vergibt großen Forschungsauftrag an O2Diesel
Und jetzt machen die Amerikaner Nägel mit Köpfen. Das mächtige und finanzstarke US-Verteidigungsministerium will gemäß der Energie-Initiative von Bush massiv an Treibstoff auf Ölbasis sparen und setzt auf alternative Treibstoffe, zum Beispiel Ethanol bzw. Biodiesel. Dazu wurde jetzt ein umfangreicher Forschungsauftrag vergeben.
Und den hat unsere Wall-Street-Radar-Aktie O2Diesel erhalten – ein Mini-Unternehmen mit gerade einmal 15 Beschäftigen und einem unterirdisch niedrigen Börsenwert von 45 Mio. US$. Doch überlegen Sie sich folgendes: In den USA gibt es über 250 Mio. Fahrzeuge, etwa 17 Mio. kommen in diesem Jahr hinzu.
250 Millionen Fahrzeuge in den USA
Was glauben Sie, was passiert, wenn nur 0,4% mit diesem neuen Treibstoff von O2Diesel tanken? Ich glaube, noch konservativer kann ich nicht mehr rechnen. Doch machen wir die Rechnung weiter. Das sind 1 Mio. Autos, die sagen wir einmal im Monat für je 40 US$ tanken. Dann kommen Sie auf einen Umsatz von 40 Mio. US$ – pro Monat. O2Diesel hat aber gerade mal einen Börsenwert von 45 Mio. US$ und im letzten Jahr einen Umsatz von 180.000 US$ erzielt. Jetzt wissen Sie, warum unbedingt wollten, dass Sie in diese spekulative US-Biodiesel-Aktie einsteigen.
Exklusive Sonderanalyse
Exklusiv für Sie als Leser des Wall Street Radars erhalten Sie am Dienstag eine Sonderanalyse zu O2Diesel, die wir für Taipan erstellt haben.




