Wall Street weiter in Rallyelaune –
6. Oktober 2006steigender Ölpreis kann gute Stimmung nicht drücken
Das ist erfreulich, die Aktienmärkte wollen nach oben. Zuletzt wurden sie vor allem von nachlassenden Zinssorgen und einem fallenden Ölpreis angefeuert. Stellen Sie sich vor: Seit seinem Hoch Mitte Juli bei über 78 US$ ist der Ölpreis um über 25% gefallen. Umso erstaunlicher ist, dass sich die Aktien-Rallye an der Wall Street diese Woche fortsetzt. Denn die Opec hat angekündigt, die Fördermenge um täglich 1 Million Barrel zu kappen, um sich gegen ein weiteres Abrutschen des Ölpreises zu stemmen. Und diese Ankündigung hat sofort Wirkung gezeigt. Der Ölpreis steigt wieder auf über 60 US$ pro Barrel. An der Wall Street hat dies aber nur im frühen Handel zu ein paar nervösen Zuckungen geführt, ansonsten spielte dies überhaupt keine Rolle. Denn die US-Verbraucher haben die fallenden Energiepreise genutzt, im September fleißig konsumiert und damit dem Einzelhandel einen guten Monat beschert. Das lässt auch die Besorgnis erregende Entwicklung am US Immobilienmarkt vergessen. Auf diese Situation hat diese Woche auch der Chef der amerikanischen Notenbank, Ben Bernanke hingewiesen. Er sprach von einer „signifikanten Korrektur“ des Immobilienmarktes. Schon jetzt mehren sich die Stimmen an der Wall Street, dass die Fed die Zinsen im nächsten Jahr sogar senken könnte. Es gibt aber auch Meinungen, die das für komplett unrealistisch halten. Auf jeden Fall zeigt sich, dass der Aktienmarkt sich die guten Nachrichten herauspickt und nach Gründen für die aktuelle Rallye sucht. „Die Aktien sind gestiegen in der Hoffung auf einen fallenden Ölpreis und sinkende Inflationsraten und haben damit die schlechten Nachrichten vom Immobilienmarkt kompensiert,“ so fasst der Vorstandsvorsitzende Hugh Johnson von Johnson Illington Advisors, die Stimmung an der Wall Street zusammen. Einen weiteren Grund für die anhaltend gute Laune an der Wall Street gibt es allerdings noch, und der kommt vom Arbeitsmarkt. Ein Frühindikator – heute wird der vollständige Bericht veröffentlicht – weist auf eine positive Tendenz hin. Die Erstanträge auf
Arbeitslosenunterstützung sind nämlich in der vergangenen Woche um 17.000 auf nur noch 302.000 gefallen – das ist der niedrigste Stand seit 4 Monaten. Und wenn die heutigen Zahlen gut ausfallen, werden die Aktienmärkte weiter laufen. Mit den Trader-Werten aus unseren beiden Depots waren Sie aufgrund des frühen Einstiegs schon gut positioniert.




