Schlimmste Kursverluste seit den Terroranschlägen vom September 2001
17. August 2007Es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht. Fangen wir diesmal mit der schlechten an. Meine pessimistische Einschätzung vom letzten Weekly Update und auch aus der Eilmeldung von gestern hat sich leider bestätigt. Die Kursverluste sind auf breiter Front weitergegangen. Zwar haben die US-Börsen gestern zum erstenmal seit Wochen wieder zu einer Aufholjagd angesetzt, nachdem sie erneut sehr schwach eröffnet haben. Doch zum Schluss dominierten weiterhin die Minuszeichen. Ganz klar: Die ersten Anleger setzten bereits zur Schnäppchenjagd an. Denn, wie in der gestrigen Eilmeldung beschrieben, etliche Aktien, die mit der Kreditkrise überhaupt nichts zu tun haben, sind mittlerweile spottbillig. Doch wer sich jetzt schon aus der Deckung wagt, kann sich schnell eine blutige Nase abholen. Denn die Kredit-Krise ist bei weitem noch nicht ausgestanden. Weder das konkrete Ausmaß lässt sich aktuell beziffern noch ist klar, ob auch andere Kreditbereiche davon betroffen sind. Und diese Unsicherheit ist Gift für die Börse. Ausgehend von den USA haben sich Banken und Hedgefonds mit schlechten Krediten übernommen. Doch sollte man keinesfalls mit dem Finger nur auf die USA zeigen. Auch andere europäische und vermutlich auch asiatische Banken haben kräftig mitgemischt. Deshalb ist überhaupt noch nicht abzuschätzen, ob die Talsohle schon durchschritten ist. Solange wird weiter Geld vom Aktienmarkt und den Rentenmarkt umgeschichtet. Wie groß die Verunsicherung ist, zeigt sich auch heute morgen an der Börse in Tokio. Dort ist es zu den schlimmsten Tagesverlusten seit den Terroranschlägen vom September 2001 gekommen. Doch jetzt kommt die gute Nachricht. Als Leser des Wall Street Radars haben Sie mit den aktuellen verheerenden Kursverlusten nichts zu tun. Bis auf 2 Positionen haben wir sämtliche Trader- Werte vorher verkauft. Bis auf den Biotech-Wert Exelixis, die gleich zu Beginn der Kreditkrise unter die Räder geraten ist, haben wir sämtliche Werte mit Plus verkauft. Mit dieser Liquidität können Sie die aktuelle Krise ganz gelassen von Außen betrachten, ohne jegliches Risiko einzugehen. Die Richtlinie vom letzten Weekly Update hat sich als absolut richtig erwiesen und gilt auch weiterhin: Abwarten bis weiter Klarheit über das Ausmaß der aktuellen Krise besteht, weiter Liquidität aufbauen, um dann gestärkt wieder zu zuschlagen. Wir haben mittlerweile eine randvolle Watchlist mit Aktien aufgebaut, die mit der aktuellen Kreditkrise nichts zu tun haben, die aber teilweise absurd niedrig bewertet. Sobald sich eine Talsohle der Kreditkrise abzeichnet, werden mit neuen Trader-Werten sofort zuschlagen. Für einen neuen Euro/US-Dollar-Call warten wir nur noch auf den richtigen Zeitpunkt.




