Mini-Kursgewinne werden schon wieder abverkauft
24. August 2007Neuer Euro-Call zieht kräftig an
Stellen Sie sich vor, Sie wollen sich ein neues Auto kaufen und fragen Ihren Autohändler nach der Geschwindigkeit eines bestimmten Modells. Der antwortet dann: Ja, das Auto fährt mal 100, mal 180, aber manchmal auch nur 70. Bei einer solchen Auskunft werden Sie vom Autokauf ganz schnell Abstand nehmen, es sei denn Ihrer Autohändler gibt Ihnen endlich eine konkrete Auskunft.
Genauso verhält es sich zurzeit auch mit den Aktienmärkten. Ich will mich ja nur ungern wiederholen. Doch schon im letzten Weekly Update hatte ich darauf hingewiesen, dass nach meiner Einschätzung die Kredit-Krise noch nicht ausgestanden. Nach 3 Tagen leichter Kursgewinne werden heute schon wieder die Kursgewinne abverkauft. Solange die Banken sich nicht aus der Deckung trauen und klar beziffern wollen bzw. können, wie hoch der tatsächliche Schaden durch die Hypotheken- Krise ist, bleibt die Verunsicherung. Es riecht fast nach einem abgesprochenen Schweigen unter den Banken. Und das lässt natürlich viel Raum viel Gerüchte und Spekulationen. Die Zentralbanken, allen voran die Fed, haben viel getan, um die Aktienmärkte wieder zu beruhigen. Die Beruhigungspille hat gewirkt, doch langsam lässt die Wirkung nach. Denn die Liquiditätsspritzen der Zentralbanken hatten wohl eher psychologische Bedeutung.
Trotz Korrektur sind einige Aktien immer noch teuer
Die Aktiemärkte hängen weiter in der Luft, und es spricht nicht viel dafür, dass die Finanzmärkte jetzt einfach zur Tagesordnung übergehen. Deshalb agieren wir weiter extrem vorsichtig. Wir haben die Zeit aber genutzt und werden sie weiter nutzen, um unseren Watchlist mit ausgesuchten Blue Chips weiter aufzubauen. Folgende Branchen, die wir in den nächsten Monaten für besonders aussichtsreichen halten, haben wir dabei besonders im Blick:
Energie
Konsum
Informationstechnologie
Rohstoffe
Eine ganze Reihe von Blue Chips haben durch die Korrektur, die ja teilweise an Ausverkaufspanik grenzte, mittlerweile wieder Schnäppchenniveau erreicht. Allerdings sind auch etliche Werte trotz Korrektur alles andere als ein Schnäppchen. Ein Beispiel hierfür ist der Internet-Versandhändler Amazon mit einem KGV von über 51 auf Basis der Gewinnschätzung für 2008. Das macht die aktuelle Einschätzung der Situation nicht einfacher. So wie mit dem Euro-Call werden wir dann je nach charttechnischer Situation mit Puts oder Calls einsteigen. Das heißt: Wir bereiten uns schon jetzt auf ein Ende der Korrektur vor, damit Sie sofort ohne Zeitverzögerung zuschlagen können. Das ist eben der Vorteil von selektiven Watchlisten. Jetzt ist aber noch nicht die Zeit, um “sofort zu kaufen”.




