Banken-Call zieht über 14,29% –
7. Dezember 2007Hilfsfond der Regierung beflügelt die US-Börsen
Kriegt dieser Mann eigentlich nichts mehr auf die Reihe. Zumindest wird er vor der Geschichte als großer Lügner dastehen, der die Weltöffentlichkeit bewusst hinters Licht geführt hat. Erst hat man als Kriegsgrund, Massenvernichtungswaffen im Irak angegeben – und keine gefunden. Dann hat er in Bezug auf den Iran den „3. Weltkrieg“ als Horrorszenario an die Wand gemalt – und längst gewusst, dass der Iran sein Atomprogramm seit Jahren gestoppt hat. So muss man sich nicht wundern, dass die USA unter Bush massiv an Reputation und Vertrauen weltweit eingebüßt hat. Und jetzt hat er nach Monaten erkannt, dass die Kredit-und Immobilienkrise doch größere Ausmaße hat und auch auf andere Bereiche der Wirtschaft übergreifen kann. Komischerweise pünktlich zu Nikolaus präsentierte er gestern einen Rettungsplan für die am schlimmsten betroffenen Hausbesitzer. Medienwirksam und bemüht pragmatisch gab er im TV eine Hotline-Nummer an – dummerweise war es die falsche.
Indizes verbessern sich charttechnisch
Die Stimmung an den US-Börsen hat das aber nicht getrübt. Auch wenn es von Seiten der Wirtschaft und der Demokraten Kritik an Bushs Subprime-Rettungsplan gab – zu spät, nicht engmaschig genug, Eingriff der Regierung in den Markt – hat die Nikolaus-Meldung von Bush gestern die US-Börsen beflügelt. Die wichtigsten Indizes konnten ihre Seitwärtsphase stoppen und in einen neuen Aufwärtstrend münden. Auch die US-Investmentbank JPMorgan Chase, die 9. größte Bank weltweit, konnte sich charttechnisch deutlich verbessern. Mit dem von uns empfohlenen Call auf JPMorgang liegen Sie bereits rund 15% vorn. Damit zahlt sich bis jetzt das mutige antizyklische Motto aus, das wir Ihnen im letzten Weekly Update vorgestellt haben: „Zuschlagen, wenn die Stimmung am besten Noch gibt es aber keinen Grund, zu jubeln. Dafür sind die Fakten einfach nicht gut. Rund 1,2 Mio. Kreditnehmer kommen jetzt für den Hilfsfond in Frage. Entweder sollen die Zinsen eingefroren werden oder Umschuldungen möglich sein. Viele Hausbesitzer stehen vor einer drohenden Zwangsvollstreckung, da sie mit variablen ultra-niedrigen Zinsen geködert wurden und jetzt die gestiegenen Zinsen nicht mehr bezahlen können. Damit Sie eine Vorstellung haben, um was es geht: Für rund 1,7 Mio. Subprime-Kredite im Volumen von etwa 370 Mrd. US$ werden in den nächsten beiden Jahren noch die Zinsen steigen. Bereits jetzt gibt es bei 200.000 Krediten Zahlungsverzögerungen von 90 Tagen und mehr.
Kreditkrise entschärft, aber noch nicht ausgestanden
Der jetzt aufgelegte Hilfsfonds mag in der Tat in den Markt eingreifen und auch nicht engmaschig genug, wie schon kritisiert wurde. Allerdings wird der Kredit- und Immobilienkrise jetzt ein wenig die Schärfe genommen. Damit ist die Krise aber noch nicht ausgestanden. Da hier immer noch ein großer Unsicherheitsfaktor besteht, bleiben wir deshalb auch bei unserer selektiven Strategie. Der Erfolg der letzten Wochen zeigt, dass wir damit richtig lagen. Von dem Banken-Call einmal abgesehen, konnten Sie mit Werten gutes Geld verdienen, die mit der Kreditkrise wenig zu haben –wie zum Beispiel die Geheimdienst-Aktie Mantech, die jetzt zum zweitenmal richtig durchstartet.




