Überraschend starke Konjunktur-Daten hebeln den Dow Jones auf ein „historisches Hoch“
4. Mai 2007Es ist schon erstaunlich. Wenn man wie ich die Möglichkeit hat, „sein“ Land regelmäßig für einige Wochen im Jahr von Außen zu betrachten, dann fällt auf, dass man sich in Deutschland gern beklagt, vor allem übers Wetter. Mal ist es zu kalt, mal zu heiß, mal regnet es zu viel, mal zu wenig. Während man sich in Deutschland die Frage stellt, wann es endlich regnet, frage ich mich, wann die US-Börsen endlich zu Gewinnmitnahmen ansetzen. Denn eigentlich ist das längst fällig. In den Chart des Nasdaq Composite haben sich nämlich längst klare Verkaufssignale geschlichen. Doch sie werden zurzeit schlicht ignoriert bzw. kleine Korrekturen werden sofort aufgekauft. Gestützt wird die jüngste Rally an den US-Börsen durch unerwartet starke Konjunkturdaten. Überrascht haben vor allem die vom Arbeitsministerium gemeldeten Daten zur Produktivität, die mit 1,7% im 1. Quartal 2007 kräftig über den Erwartungen zugelegt haben. Schwächer als erwartet haben aber die Lohnstückkosten zugenommen. Herausgekommen ist ein Zuwachs von 0,6%, erwartet wurden aber 2,1%. Dies ist deshalb ein wichtiger Indikator, da es den Druck von der Inflation nimmt. Erfreulich ist auch, dass die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in der vergangenen Woche gefallen sind. Damit bestätigt sich der Eindruck, dass die US-Konjunktur in einer besseren Verfassung ist als von den Märken erwartet. Das gibt den Börsenbullen natürlich Auftrieb. Sowohl der Nasdaq als auch der Dow Jones bewegen sich in einem intakten Aufwärtstrend. Hinzu kommt, dass mit steigenden Kursen auch das Volumen angezogen ist.
Kurzfristig kein Neueinstieg in Optionsscheine
Allerdings dürfen wir auch nicht ignorieren, dass die Märkte jetzt stark überkauft und damit reif für eine Korrektur sind. Denn das ruft in der Regel Short- Seller auf den Markt, die auf fallende Kurse spekulieren. Deshalb gehen wir in dieser Situation auch nicht mit hoch gehebelten Optionsscheinen in den Markt, dafür ist uns das Risiko kurzfristig zu hoch. Ähnliches gilt aber auch für einen Optionsschein zur Währungssicherung, den wir geplant haben. Aufgrund der starken US – Konjunkturdaten steht der US-Dollar kurzfristig vor einem Stop des Abwärtstrends gegenüber dem Euro. Wir warten zunächst ab, ob sich daraus eine Bodenbildung entwickelt und werden Ihnen dann einen entsprechenden Schein empfehlen. Es gab aber nicht nur gute Zahlen von der Konjunktur-, sondern auch von der Unternehmensseite wie Sie an unseren beiden Neuempfehlungen, der Ölsucher-Aktie Dawson Geophysical und dem Gesundheits-Dienstleister Amedisys gesehen haben. Beide Aktien sind aufgrund von starken Quartalszahlen deutlich angesprungen. Auf unserer Watchlist befinden sich aber weitere Kandidaten, die kurz vor dem Ausbruch stehen.




