Börsen ziehen wieder an, doch die Korrektur ist noch nicht vorbei
9. März 2007War es das schon oder kommt noch mehr? Nachdem die Korrekturlawine Ende Februar losgetreten wurde, kam es zu Wochenbeginn noch einmal zu einer richtigen Ausverkaufspanik. Von Aktien bis Rohstoffen wurde alles auf den Markt geschmissen. Diesem Sell-off vielen auch unsere beiden letzten hochspekulativen Trader-Positionen StemCells und Valence zum Opfer, die beide ausgestoppt wurden. Dafür haben Sie mit den verbleibenden 3 Positionen solide Substanz-Werte im Depot, die sich in der Korrekturphase hervorragend gehalten haben.Die Ölsucher-Aktie konnte sogar inmitten der Korrektur schnell wieder drehen und jetzt auch über einen wichtigen Widerstand springen. Nach solchen soliden Werten suchen wir jetzt, die eine autarke Story bieten. Zugegeben: Diese müssen Sie mit der Lupe finden. Doch was haben wir da in den letzten 3 Tagen erlebt. Die Börsen rund um den Globus haben wieder angezogen, als hätte es nie eine Korrektur gegeben. Als wären nie Devisenspekulationen aufgetreten, die sogenannten Carry-Trades, die zu billigen Krediten in Yen verschulden, und damit an ausländischen Währungen und Aktien zu spekulieren. Und dann haben wir noch das Thema Greenspan. Zwischen dem aktuellen und dem früheren Chef der US-Notenbank gibt es eine auffällige Diskrepanz. Bernanke sieht es rosarot und Greenspan malt düstere Farben an die Wand. Reden wir also von einem “soft landing”, also einer moderaten Abschwächung der US Konjunktur, oder einem “hart landing”? Greenspan hat doch tatsächlich das Wort “Rezession” in den Mund genommen. Dieser Widerspruch hat zu einer erheblichen Verunsicherung der Anleger geführt. Und jetzt auf einmal wird das auf die leichte Schulter genommen? Wenn ich ganz ehrlich bin, mir ist der Anstieg der letzten Tage einfach zu schnell gegangen. Es kann nicht sein, dass erst einmal eine heftige Korrektur, ja ein Ausverkauf, ausgelöst wird und dann diese Faktoren aufeinmal keine Rolle mehr spielen. Ich glaube, wir haben es zunächst mit einer Zwischenerholung zu tun. Denn eine solche Bereinigung erfolgt nicht in wenigen Tagen, sondern ist eher eine Frage von Wochen. Natürlich können wir jetzt sehr kurzfristige Trades spielen, doch die Gewinnspannne ist einfach zu gering und dass das Chance-Risiko-Verhältnis zu ungünstig. Ich rechne daher damit, dass in den nächsten Tagen die jüngsten Kursanstieg erst einmal wieder abverkauft werden. Wie das läuft, können Sie heute in den ersten Handelsstunden an den deutschen Börsen sehen. Der TecDax ist sofort über 1% ins Minus gerutscht und der Dax immerhin ein halbes Prozent. Deshalb heißt jetzt die oberste Maxime: Keinen neuen Risiken eingehen, sondern eine hohe Cashquote halten.





Am 18. Oktober 2009 um 18:29 Uhr
ability in trade