Schrillen an den Börsen jetzt die Alarmglocken? Defensive Trader-Strategie zahlt sich weiter aus
16. November 2007Die Zahlen sind eindeutig:
Nasdaq Composite –8,43%,
Dow Jones –5,89%,
TechDax –7,28%.
Das sind die Kursverluste seit Anfang des Monats. Gerade in den letzten beiden Tagen haben Anleger im großen Stil Kasse gemacht und damit die Indizes noch weiter nach unten gedrückt.
Anleger nehmen jetzt Gewinne mit
Einige Börsenbrief-Redaktionen haben heute ihren Lesern sogar empfohlen, ihr komplettes Depot zu verkaufen, um noch rechtzeitig Gewinne mitzunehmen bzw. Verluste zu begrenzen. Das sieht eher nach Panik aus und halte ich für übertrieben. Denn noch sieht es an den Aktienmärkte nach einer Korrektur im intakten Aufwärtstrend aus. Die Aktienmärkte sind stark überverkauft, weshalb es schon aus technischen Gründen zu einer schnellen Gegenbewegung kommen kann. Ob dies gerade an einem Freitag kurz vor dem Wochenende passiert, bezweifle ich. Meine Erfahrung ist eher, dass kurzfristig orientierte Anleger übers Wochenende nichts anbrennen lassen wollen und daher kaum neue Positionen eingehen.
Nach dem Ausverkauf ist technische Gegenreaktion möglich
Fakt ist, dass die Aktienmärkte sehr nervös sind Die Subprime-Krise um drittklassige Hypothekendarlehen schlägt weiter hohe Wellen. Das wissen wir aber schon seit Monaten. Was wir erst jetzt spüren, dass die betroffenen Banken erst häppchenweise mit der Wahrheit rausrücken und eine Milliarden- Abschreibung nach der anderen zugeben müssen. So schafft man natürlich kein Vertrauen unter den Anlegern. Denn es wird befürchtet, dass noch weitere Milliarden-Schieflagen ans Licht kommen. Dies hat dann wiederum Auswirkungen auf die Kreditvergabe, was sich negativ auf den Konsum auswirken könnte. Ob es aber so kommen muss, kann Ihnen natürlich kein Mensch seriös prognostizieren. Und genau diese Unsicherheit spiegelt sich aktuell an den Börsen wider.
Für Put-Empfehlung noch zu früh
Dies ist übrigens auch der Grund, weshalb mit Optionsscheinen noch nicht auf die Put-Seite gehen. Denn dann würden wir Roulette spielen, und das hat mit einem Trader-Dienst nichts zu tun. Wenn Sie sich einmal die vorsichtigen Trades der letzten Wochen und Monaten anschauen, lagen wir mit unserer defensiven Strategie genau richtig. Von nur 2 Trades absehen haben wir sämtliche Trader-Positionen mit Kursgewinnen von bis zu 64% verkauft – und zwar rechtzeitig vor der jetzigen Ausverkaufs- und Panikstimmung. So kann man auch gut verschmerzen, dass mit dem einen oder anderen Trader noch mehr Geld zu verdienen gewesen wäre. Ganz ehrlich: Es ist besser, mit einem kleinen überschaubaren Depot die Situation von der Seitenlinie aus zu verfolgen und dann rechtzeitig mit viel Cash auf dem Konto zuzuschlagen, als sich jetzt überstürzt von Aktien zu trennen und dabei unnötig Minuspositionen in Kauf zu nehmen. Es gibt übrigens einige wenige Branchen, die von der aktuellen Korrektur weniger betroffen sind. Dazu zählen zum Beispiel Energie, Gesundheit und elektrische Komponente. Genau hier werden wir uns für die nächste Woche umschauen und Ihnen je nach Situation neue Trader- Aktien empfehlen.




