Nach der Krise der Bank of America: Anleger „flüchten“ aus Aktien – Unsere Aktien steigen

19. Dezember 2007

Jetzt tun wieder alle so, als ob hier plötzlich ein Ereignis vom Himmel fällt, mit dem keiner gerechnet hat. Da ist die Rede von “Hiobsbotschaft”, davon, dass “Anleger aus Aktien flüchten”, von “Schockwellen”, die sich auch in Europa verbreiten. Ganz ehrlich: Ich kann darüber nur den Kopf schütteln. Im letzten Weekly Update hatte ich wörtlich geschrieben: “Für ist uns nach wie vor rätselhaft, dass die Stimmung in der Bevölkerung und der Jubel an der Börse nicht zusammenpassen.” Entweder sehen hier einige Wall-Street- Kommentatoren die Fakten anders als wir oder die Gedächtnisleistung hat mit den fallenden Immobilienpreisen in den USA ebenfalls nachgelassen. Mein Kommentar im letzten Weekly Update: “Zu erwarten ist zwar keine Rezession, aber doch eine Wachstumsabschwächung. Und genau das  wird von den US-Börsen derzeit ignoriert.” Jetzt auf einmal ist man wieder aufgewacht und spricht von “Schockwellen”, und “Anlegerflucht”. So kann man auch Anleger zusätzlich verunsichern und Panik verbreiten. Vielleicht passt dies ja gerade gut zum 20. Jahrestag des berüchtigten Börsencrash, dem “schwarzen Montag”, über den von FAZ über Spiegel bis zur Financial Times jetzt wieder alle schreiben. Da passen solche Vokabeln gut ins Bild. Wenn Sie den Wall Street Radar aber schon länger kennen, dann kann Sie die aktuelle Korrektur nicht überraschen. Wir hatten immer wieder darauf hingewiesen, dass die Kredit- und Immobilienkrise noch nicht ausgestanden ist. Eine mehrwöchige US-Reise meines Redaktionskollegen Daniel Wilhelmi hat dies noch einmal bestätigt (zur Immobilienkrise hat er Informationen aus 1. Hand, da einige seiner ehemaligen College-Kollegen in der Immobilienbranche tätig sind).

 

Miserable Banken-PR rächt sich jetzt

 

Auch die Bank of Amerika musste zugeben, dass sie durch die Krise stärker belastet ist als erwartet. Komischerweise kommt jetzt eine Bank nach der anderen und gibt tröpfchenweise zu, dass sie eine Schieflage hat bzw. hatte. So schafft man natürlich kein Anlegervertrauen (ich hatte schon vor Wochen auf diese miserable PR hingewiesen. Die Deutsche Bank hat zum Beispiel für ihre “Hiobsbotschaft“ ganz geschickt den Feiertag zur Deutschen Einheit gewählt). Die zweitgrößte Bank der USA hat jetzt eingeräumt, dass sie Kreditausfälle und Abschreibungen in Höhe von 4 Mrd. US$ hinnehmen muss. Der Quartalsgewinn der Bank of America ist um 32% eingebrochen Daraufhin knickte nicht nur diese Aktie, sondern auch die US und die europäischen Börsen ein. Den Rest besorgte dann noch der Ölpreis, der erstmals in der Geschichte die Marke von 90,00 US$ geknackt hat. Als ich vor 3 Wochen in der 3satBörse gefragt worden bin (meine nächsten Live- Termine sind am 2. 11. sowie am 7. 12., möglicherweise auch am 16.11.), wo ich in der nächsten Zeit den Ölpreise sehe, habe ich geantwortet, dass ich 100 US$ für realistisch halte. Davon sind wir jetzt nicht mehr weit entfernt. Das Fazit aus einem hohen Ölpreis und einer noch nicht überstandenen Kredit- und Immobilienkrise kann deshalb nur lauten: Setzen Sie auf weitestgehend autarke Werte, die unabhängig davon laufen. Mit dem kleinen Biotech- Unternehmen Sangamo Bioscience und dem US-Solar-Wert Evergreen Solar haben Sie gleich 2 Werte, die in den letzten Tagen gegen den Trend gestiegen sind. Bei Evergreen Solar gibt es übrigens Übernahmegerüchte. Sobald wir Näheres erfahren, werden wir Sie umgehend per Eilmeldung informieren.

 

 

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