Euro durchbricht erstmals die Marke von 1,40 US$ – Euro-Call schießt über 66% nach oben
20. September 2007Aus Termingründen erhalten Sie das Weekly Update des Wall Street Radar nicht wie gewohnt am Freitag, sondern bereits heute. Der Hintergrund: Die 3satBörse hat mich erneut als “Sidekicke” (zu deutsch in etwa Co- Moderator) in die Live-Sendung diesen Freitag ab 21.30 Uhr eingeladen. Thema der Sondersendung diesmal: Mexiko. Das Thema ist spannend, da die mexikanische Börse in den letzten Jahren so stark gelaufen ist wie kaum eine andere Börse (von den chinesischen Börsen einmal abgesehen). Doch seit Anfang des Jahres ist Mexiko allenfalls Mittelmaß und kaum besser als zum Beispiel Dow oder Dax. Die immer noch sehr hohe Abhängigkeit von den USA spielt dabei eine Rolle, aber auch, dass die BIP-Wachstumsraten für Mexiko deutlich unter dem lateinamerikanischen Durchschnitt liegen. Wer also in Mexiko investieren will, muss schon genau hinschauen und sich die Rosinen herauspicken. Und genau das werde ich morgen Abend ab 21.30 Uhr tun. Das Spannende daran ist: Im Gegensatz zum Beispiel zur Harald-Schmidt-Show, die live daher kommt, aber eine Aufzeichnung vom Nachmittag ist, wird die 3satBörse absolut live gesendet. Das bedeutet auch: Man muss mit seinen Einschätzungen und Kommentaren bis zu letzten Minute aktuell sein. Und ob die starke Rally der letzten 2 Tage aufgrund der unerwartet deutlichen Zinssenkung der amerikanischen Notenbank sich so weiter fortsetzt, ist noch die Frage.Ich hatte Sie im letzten Weekly Update darauf hingewiesen, dass die Aktienmärkte bereits eine Zinssenkung der Fed vorweggenommen haben. Doch mit einer Zinssenkung um gleich 50 Basispunkte – damit hat kaum einer gerechnet. Entsprechend freudig überrascht haben auch die Aktienmärkte reagiert.
Europäische Banken heute schon wieder im Minus
Ich will hier nicht den Spielverderber spielen. Doch betrachten wir die Sache doch rein psychologisch von einer anderen Seite. Innerhalb der letzten 4 Jahre hat die Fed die Zinsen in den USA kontinuierlich erhöht und sich zum Schluss lange gesträubt, überhaupt eine Zinspause einzulegen. Und jetzt auf einmal diese deutliche Zinssenkung, mit der in dieser Form keiner gerechnet. Man kann dies auch so sehen: Die Fed betrachtet die aktuelle Krise dramatischer als sie vorher zugeben wollte, sonst wäre sie nicht zu dieser abrupten Trendwende gezwungen gewesen. Ich hatte hier im Weekly Update immer wieder betont, dass die Immobilien-und Hypothekenkrise noch nicht ausgestanden ist, da sich bisher kaum eine Bank getraut hat, zuzugeben, wie hoch der Schaden durch die Spekulation mit Hypothekenkrediten tatsächlich – es sei denn man wartet so lange bis man in einer Nacht- und Nebelaktion übernommen wird wie bei der Sachsen LB oder der Staat muss Zahlungsgarantien übernehmen wie beim britischen Immobilienfinanzierer Northern Rock. Heute hat sich endlich der Chef der Deutschen Bank Ackermann vorgewagt und kleinlaut eine Schieflage von knapp 30 Mrd. € zugegeben – die Aktienmärkte haben sofort mit erneuten Abschlägen reagiert. Der Euro ist aber durch die Zinssenkung in den USA noch attraktiver geworden und erstmals auf über 1,40 US$ geklettert – zum Glück sind Sie rechtzeitig einen Euro-Call eingestiegen, der jetzt schon über 67% im Plus liegt. Darüber hinaus werden weiter unser Watchlist “abarbeiten” und im richtigen Moment wie heute beim Medizintechnik- Spezialisten Respironics zuschlagen.




