Chinesische Investoren setzen auf US-Aktien – JPMorgan-Call +100% innerhalb weniger Tage

30. Januar 2008

es ist wie ein Krimi. Vor ein paar Tagen haben wir an den Börsen einer der größten Kursverluste seit 30 Jahren erlebt. Ist daran die sich aus den USA weltweit ausbreitende Kredit- und Immobilienkrise Schuld? Oder steckt dahinter nur Monsieur Jerome Kerviel, der bei französischen Großbank Societe Generale knapp 5 Milliarden in den Sand gesetzt hat? Es ist kaum vorstellbar, dass ein einzelner Händler ohne Wissen von Mitarbeitern und Vorgesetzten eine derartige Summe verspekuliert. Längst gibt es Vermutungen, dass damit lediglich größere Verluste aus anderen Bereichen kaschiert werden sollten. Auch mein Kollege Daniel Wilhelmi hat im täglichen EMail- Newsletter Profit Radar sogar einen weiter gehenden Verdacht. Als Bauernopfer taugt der Trader der Societe Generale nicht.

 

FBI ermittelt wegen Kreditkrise in den USA

 

Denn mittlerweile ermittelt das FBI in den USA gegen 14 Firmen wegen der Kreditkrise, darunter auch Banken. Bereits jetzt haben einige Banken von der US-Börsenaufsicht SEC Besuch bekommen, zum Beispiel die Schweizer Bank UBS und die US-Investmentbanken Bear Stearns und Merrill Lynch. JPMorgan wurde erneut in diesem Zusammenhang nicht genannt. Wir hatten Sie bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass die von uns empfohlene US-Bank zwar auch unter den Finanzturbulenzen zu leider hat. Vielleicht aber in 2008 sogar als der großen Gewinner hervorgehen kann. Die Kursentwicklung der letzten Tage ist jedenfalls atemberaubend. Einige Leser des Wall Street Radars haben inmitten der Krise die Aktie von JPMorgan gekauft, wenige sind sogar in den von uns empfohlenen Call eingestiegen. Innerhalb von 6 Tagen hat die JPMorgan-Aktie über 16% zugelegt, der Call aber hat sich glatt verdoppelt. Darin können Sie erkennen, welche Power Sie mit einem Call haben. Derzeit hat der JPMorgan-Call einen effektiven Hebel von 5,58, und charttechnisch sieht die Aktie jetzt, das sehen Sie unten, absolut spannend aus.

 

JPMorgan steigt in chinesischen Broker-Markt ein

 

Aber auch fundamental tut sich einiges. Wie ich bereits Ende letzten Jahres in der 3satBörse angekündigt habe (was TV –Auftritte anbelangt, gibt es vermutlich schon bald neue spannende Nachrichten), ist JPMorgan jetzt in den chinesischen Brokermarkt eingestiegen. Wie Sie vielleicht wissen, sind die Chinesen mangels Anlagealternativen absolut aktienverrückt. Und bisher wurde dieser Markt von chinesischen Firmen dominiert. Es zeigt sich aber auch, dass dies keine Einbahnstraße ist. Denn chinesische Investoren interessieren sich jetzt auch für US-Aktien. Das gilt noch nicht für die breite Masse der Privatanleger, sondern für große Investmentfonds. Bereits in den nächsten Tagen wird die amerikanischen mit der chinesischen Börsenaufsicht eine Vereinbarung unterzeichnen. Damit steht das Tor für chinesische Investoren offen, eine gigantische Summe von insgesamt 2,4 Billionen US$ zu investieren. Das passiert natürlich nicht auf einen Schlag, sondern sukzessive und ganz vorsichtig. Aber dennoch: Es ist ein nicht zu unterschätzendes Signal, was die Attraktivität von US-Aktien anbelangt. Kurzfristig wartet die Wall Street allerdings auf ein ganz anderes Signal. Seit gestern tagt nämlich die US-Notenbank und entscheidet, ob sie die Zinsen ein weiteres mal senken wird. Die US-Börsen nehmen das bereits vorweg. In der Zwischenzeit wird weiter heftig darüber gestritten, wie wahrscheinlich es ist, dass die US-Konjunktur in eine Rezession abrutscht. Nach einer Umfrage der Financial Times unter 20 Volkswirten liegt die Wahrscheinlichkeit bei 45%. Allerdings wurden erst vor ein paar Tagen starke Konjunkturdaten gemeldet. Die Aufträge für die US-Industrie sind im Dezember nämlich drastisch gestiegen. Selbst wenn man Großaufträge vom Militär und Ähnliches herausrechnet, bleibt ein deutlicher Anstieg von 4%. Das ist nicht gerade typisch für eine Rezession. Es bleibt also spannend!

 

 

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