Warren Buffett und die Banken
3. März 2009Der neue Investorenbrief von Warren Buffett ist erschienen. Ich habe ihn mir am Wochenende durchgelesen und einige interessante Stellen gefunden, die man erläutern sollte. Heute möchte ich jedoch nur auf eine Passage eingehen.
Zunächst zur Erklärung: Berkshire Hathaway (die Investmentgesellschaft von Buffett) ist ein Fels in der Brandung. Die Gesellschaft ist eine der finanziell gesündesten der Welt – wenn nicht sogar die gesündeste überhaupt.
Das Problem ist allerdings, dass die Haltung der Regierung gegenüber den “Zombie-Banken” dazu führt, dass Investoren wie Buffett zurückgehalten werden und sie damit einen allgemeinen Erholungsprozess nicht beschleunigen können. Um Buffett in seinem Investorenbrief zu zitieren: “Momentan ist es besser ein finanzieller Krüppel mit einer staatlichen Garantie zu sein als ein Fels in der Brandung ohne Garantien.”
Das Versagen ist ein entscheidender Aspekt des freien Marktes. Denn wenn gescheiterte Experimente nicht aufgegeben werden, dann fehlen den erfolgreichen Experimenten die Ressourcen zum Expandieren.
Die Gesamtlage ist niederschmetternd, denn sie scheint nicht besser, sondern noch schlimmer zu werden. Wir erzielen keine Fortschritte bei den Banken. Und die AIG steht kurz davor weitere 30 Milliarden US-Dollar zu verschlingen.
Und was Washington angeht: Ich verspreche mir von dieser Stadt nichts anderes mehr als Torheiten und Inkompetenz. Und wenn unsere Regierung Verlierer auf Kosten der Gewinner unterstützt, dann bleibt meiner Meinung nach nur noch eines zu tun: das Beste aus der Situation herauszuholen und Geld damit zu machen. Die Unsicherheiten und die Volatilität werden noch eine Weile anhalten, und in diesem Umfeld ist das Traden angesagt.
Mit den besten Grüßen,
Justice Litle
US-Redakteur Taipan




