Gold auf deflationärer Todeswache?
13. März 2009Einige Kommentatoren haben sich bearish zum Thema Goldpreisentwicklung geäußert. Besonders hervorgetan hat sich hierbei Nick Guarino, der zur so genannten “Wall Street Underground” gehört. Ich stimme mit den Thesen von Guarino insofern überein, als dass sich die Welt tatsächlich bei den Preisen für Güter und Dienstleistungen in einer Abwärtsspirale befindet.
Aber schauen wir einmal zurück in jene Zeiten, als Gold noch richtig günstig war. Die Aktien legten zu … der Ölpreis war niedrig … und am Himmel waren noch keine dunklen Wolken zu sehen. In den 90-er Jahren gab es zwar immer wieder ein Auf und Ab beim Goldpreis, aber für Investoren waren es goldene Zeiten.
Gold fungiert nicht nur als Inflationsbarometer, sondern auch als eine Art Krisenversicherung. Allerdings übersteigt die Goldnachfrage das Angebot bei Weitem. Wenn man behauptet, dass sich diese Situation bald ändern wird, dann geht man gleichzeitig davon aus, dass bald kein Bedarf nach einer Krisenabsicherung mehr bestehen wird. Die Aussicht auf eine Deflation ist für jeden Zentralbanker ein Alptraum, denn niedrigere Preise für Güter und Dienstleistungen können in einem ökonomischen Desaster enden.
Es gibt einige clevere Menschen, die nun erhebliche langfristige Positionen in Gold aufbauen. Man sollte allerdings bedenken, dass es ein Unterschied ist, ob man in Gold investiert oder mit Gold handelt. Mit Blick auf ein Investment empfehle ich eine stetige, aber langsame Akkumulation, und hierbei sollte man unablässig im Auge behalten, dass es immer wieder zu einem Auf und Ab kommen wird.
Mit den besten Grüßen,
Justice Litle
US-Redakteur Taipan




