Die Wahrheit hinter dem Schritt der Fed

22. September 2011

Wirtschaftstheorie reißt einen selten vom Hocker, aber die beiden folgenden Charts von der US-Notenbank Fed könnten Ihren Investment-Ausblick auf die nächsten 24 Monate vollständig ändern. Der erste Chart beschreibt den Geld-Multiplikator, wie er von der Federal Reserve St. Louis veröffentlicht wird.

Vermutlich haben Sie direkt den dramatischen Einbruch im Jahr 2008 gesehen, ohne zu wissen, was der Graph überhaupt anzeigt. Der Geld-Multiplikator zeigt an, wie oft sich ein von der Notenbank ausgegebener Dollar durch Geldschöpfung vervielfacht. Die Notenbank gibt einen Dollar an eine Geschäftsbank aus, welche einen Großteil des Dollar als Kredit ausgeben. Der Schuldner legt sein Geld bei einer anderen Bank an, die wiederum Kredite ausgibt. Und so weiter. Was der Chart uns sagt ist, dass das sogenannte Konjunkturpaket der US-Regierung den Markt nicht erreicht hat. Man könnte auch sagen, dass von jedem Dollar des Konjunkturpakets ein Teil vernichtet wurde. Die Leute nehmen keine Kredite auf und die Banken vergeben keine. Die sogenannte „Operation Twist“ der Fed wird genau dasselbe tun: Den Markt mit noch mehr Geld fluten. Der obige Chart widerlegt alles, was die meisten Ökonomen erwartet haben.

Der nächste Chart zeigt die Umlaufgeschwindigkeit der Geldmenge M1. Die Umlaufgeschwindigkeit zeigt an, wie oft jede Geldeinheit pro Jahr im Schnitt umgesetzt wird.

Der Chart zeigt nach unten was bedeutet, dass Hyperinflation zumindest so bald nicht zum Problem werden dürfte. In einem deflationären Umfeld profitieren Barmittel am meisten. Jeder, der sich in den USA nach einem Haus umsieht, beobachtet Deflation. Ein Dollar kann derzeit 40% „mehr Haus kaufen“ als noch vor drei oder vier Jahren. Es ist unsexy, aber die von Washington ausgehende Unsicherheit und eine US-Fed, die einem bereits in Japan gescheiterten Modell folgt, könnten die Abstinenz von Investments für lange Zeit nahelegen. Das Geld unter der Matratze könnte wirklich die beste Anlage sein.

Mit freundlichen Grüßen,

Joseph McBrennan

US-Redakteur Taipan

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