Turbo Timmys hinterhältige Masche (Teil 2)
30. März 2009
Wir wollen uns noch einmal den Kern des Problems vor Augen führen: Die öffentlich-rechtliche Partnerschaft ist ein Rohrkrepierer, da ehrliche Investoren ihr gutes Geld nicht dem schlechten Geld hinterherwerfen. Sie werden nicht das erforderliche Geld aufbringen wollen, um die Banken solvent zu halten. (Nebenbei: Wir haben hier kein Liquiditätsproblem, sondern ein Solvenzproblem. Turbo Timmy und das Team um Präsident Obama weigern sich nur, dies zuzugeben.) Unehrliche Investoren dürften jedoch gewillt sein, die toxischen Assets der Banken zu übertriebenen Preisen zu kaufen und damit wissentlich Verluste zu machen… Gleichfalls in dem Wissen, dass erst später abgerechnet wird.
Der Kongress und die Öffentlichkeit sind viel zu leicht an der Nase herumzuführen. Man muss sie bloß mit einem populistischen Schlag gegen Bonuszahlungen ablenken und den Medienwölfen einen bekannten Sündenbock, wie den Vorstand der AIG, zum Fraß vorwerfen. Dann erst werden die wahren Verbrechen wie Großdiebstahl und Finanzraub unter dem Deckmantel langweiliger Akronyme und komplizierter Kalkulationsmanipulationen behandelt.
Ich gehe davon aus, dass, falls alles nach Turbo Timmys Willen laufen sollte, der Rettungsplan am Ende mehr oder weniger als Erfolg verbucht wird. Es wir eigenartige Zahlen, komische Buchungen und hier und da dubiose Ereignisse geben. Das alles wird aber nicht ausreichen, um ein Medienproblem zu erzeugen. Einige scharfsichtige Beobachter werden sich zu Wort melden, aber die Öffentlichkeit wird von all dem nicht viel mitbekommen.
Falls sich die Einschätzung des Volkswirts Nouriel Roubini, dass die Banken noch immer mit faulen Äpfeln vollgestopft sind, als zutreffend erweisen sollte – wird der Großteil der faulen Äpfel an die Steuerzahler weitergereicht.
Mit den besten Grüßen,
Justice Litle
US-Redakteur Taipan




