Die „Bankster“ nehmen sich ein Beispiel an Enron
9. April 2009
Ah, Enron. Erinnern Sie sich an diese Typen? Enron hat hart gearbeitet, um Trottel wie die Beamten des Staats Kalifornien abzuzocken. Das Unternehmen hat allerhand nette innovative Dinge wie „Side Pockets” und „Special Investment Vehicles” erfunden und sich auch vor coolen Star Wars-Namen wie „Death Star” und „Chewco” nicht gescheut. Im Rückblick konnte wohl niemand ahnen, dass sich unsere heutigen „Bankster” beim Untergang von Enron fleißig Notizen gemacht haben.
Ich verweise vor dem Hintergrund neuer Enthüllungen, welche die Kriminalität und Unverschämtheit im Umgang mit Turbo Timmys Rettungsplan auf ein neues Niveau heben, auf Enron. Dies war kürzlich in der Financial Times zu lesen:
„US-Banken wie die Citigroup, Goldman Sachs, Morgan Stanley und JPMorgan Chase, welche Regierungshilfen in Anspruch genommen haben, erwägen im Rahmen des Rettungsplans den Kauf toxischer Wertpapiere ihrer Konkurrenten im Umfang von 1 Bio. Dollar (Hervorhebung von mir). Damit wollen sie das Finanzsystem wieder beleben.”
Falls das wahr sein sollte, würde diese Geschichte den Enron-Skandal weit in den Schatten stellen. Schon vor einigen Wochen berichtete die New York Post, dass die Citigroup und die Bank of America bereits mit dem „aggressiven Ankauf” von toxischen Papieren begonnen hätten. Wohlgemerkt mit den Geldern der Regierung, welche eigentlich zur Wiederbelebung der Kreditvergabe gedacht waren.
Allein die Idee, dass sich diese Banken gegenseitig ihre Müllpapiere abkaufen, dass sie es auch nur in Erwägung ziehen, macht mich krank! Dank dieser Kungelei können sich die Banken massive Gewinne für den Verkauf ihrer toxischen Wertpapiere in die Bücher schreiben. Und die wertlosen Papiere der anderen Banken werden mit den Milliarden des Staats bezahlt.
Mit herzlichen Grüßen,
Justice Litle
US-Redakteur Taipan




