Die US-Amerikaner sind nicht schuld!

6. Januar 2012

Alan Greenspan schrieb kürzlich in der Financial Times, dass alles die Schuld der Tea Party sei. Es sei die Tea Party mit ihrem Ethos des Individualismus und der Eigenständigkeit, welche die Regierung habe scheitern lassen. Das soll heißen: Es ist die Schuld wütender Amerikaner, dass Uncle Sam kurz vor der Pleite steht.

Mein Lieblingsteil war aber der, in dem Greenspan US-Arbeiter für faul und dumm erklärte. Er schrieb: „Nicht nur verlieren die USA ihre produktivsten Arbeiter an den Ruhestand. Die Generation, welche sie ersetzen wird, ist diejenige, welche uns 1995 mit ihrem schlechten Abschneiden in internationalen Schulevaluationen schockiert hat.“ Liebe US-Amerikaner, alles ist also eure Schuld.

Die Tea Party repräsentiert diejenigen, welche vom Staat abgezockt wurden. Und die Occupy Wall Street-Bewegung repräsentiert diejenigen, welche für den Schlamassel mit ihrem Geld geradestehen mussten.

Die Suppe kocht über in den USA, das hat Greenspan bewiesen. Aber es ist nicht die Schuld des normalen US-Amerikaners.

Andrew Snyder

US-Redakteur Taipan

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