An den Energiemärkten stehen große Veränderungen an

26. Januar 2012

Es stehen große Veränderungen an den globalen Energiemärkten an. Gestern ist etwas passiert, das eine Lawine an Veränderungen auslösen wird. Petroplus, Englands größter Benzinanbieter, ist bankrott. Der Fokus liegt auf dem Coryton-Standort von Petroplus, der rund 10% der Benzinversorgung Großbritanniens sichert. Der britische Politiker Richard Howitt meinte: „In ganz London und im Südwesten Englands könnte es zu Lieferproblemen kommen.“ Das eigentliche Problem ist nicht der Bankrott von Petroplus. Dieser ist nämlich bloß das Symptom einer Krankheit.

Wirklich problematisch ist die angsteinflößende Geschwindigkeit, mit der der manipulierte Energiemarkt den Bach runter geht. Der Rohölmarkt ist kein freier Markt. Er wird durch ein Kartell aus Regierungen kontrolliert, das die tägliche Produktion überwacht. Angebot und Nachfrage bestimmen nicht den Preis. Heutzutage werden die Ölpreise von politischen Risiken diktiert. Der folgende Chart zeigt, was nicht stimmt mit dem Ölmarkt. Die Nachfrage sinkt, aber die Preise steigen!

Hier läuft etwas schief. Die Ölpreise müssten bei diesem Nachfrageniveau deutlich tiefer liegen. Daran ist auch Petroplus zugrunde gegangen. Die Raffinerieunternehmen sitzen zwischen den Stühlen und können nichts tun. Die Margen sind nahe null.

Andrew Snyder

US-Redakteur Taipan

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