ETFs und Mikrostruktureffekte
13. Mai 2009Ich hatte Ihnen in meinem Beitrag „Eine einfache und effektive Methode, gegen die Regierung zu wetten“ einen Exchange-traded Fund (ETF) namens Financial Bear 3x Shares (FAZ:NYSE) empfohlen.
Ich wies damals darauf hin, dass der FAZ bereits die Marke von 100 US-Dollar erreicht und in den dunklen Tagen des Novembers 2008 sogar ein Niveau von über 200 US-Dollar überschritten hatte. Und dass ein Zuwachs im dreistelligen Prozentbereich nicht unwahrscheinlich sei.
Allerdings bin ich heute der Auffassung, dass der FAZ ein Niveau von 100 US-Dollar oder 200 US-Dollar nicht mehr erreichen wird. Und diese Annahme hat etwas mit den so genannten Mikrostruktureffekten zu tun – und mit einer Art von radioaktivem Verfall, der sich bei ETF einstellt, je länger diese existieren. Hierbei ist es egal, ob die Ausrichtung „bullish“ oder „bearish“ ist. Sehen Sie sich das Beispiel unten an:
Bei DIG handelt es sich um den ETF Proshares Ultra Oil and Gas (DIG:NYSE), DUG ist der ETF Proshares UltraShort Oil and Gas ETF (DUG:NYSE). Eigentlich sollte sich die Performance der beiden spiegeln, aber dies ist nicht geschehen. Denn in den vergangenen neun Monaten mussten sowohl DIG als auch DUG abgeben, und zwar deutlich.
Die Schlussfolgerung, um Ihnen zumindest eine gute Nachricht mitteilen zu können, ist: Solche Vehikel eignen sich zumindest gut zum Shorten. Und denken Sie auch in Zukunft daran, dass Sie die negativen Mikrostruktureffekte bei Ihren Investments zu Ihrem Nutzen einsetzen können.
Mit den besten Grüßen,
Ihr Justice Litle
US-Redakteur Taipan





